WeihnachtsWinterkleid-Sew Along (Simplicity 1800) {Finale}

Sonntag, 21. Dezember 2014

Mein Kleid für den Weihnachtskleid-Sew Along ist schon seit Wochen fertig, dennoch bin ich erst gestern dazu gekommen, auch Bilder zu machen. Entweder war das Wetter viel zu schlecht, das Licht zu dunkel oder mein Fernauslöser nicht auffindbar – so geschehen am Montag; ich hatte frei, war schon fertig angezogen und geschminkt und konnte das Ding nicht finden.

Mein Moodboard zu diesem Projekt habe ich im ersten WKSA-Post vorgestellt.
Über meinen Schnitt, Simplicity 1800, meine Stoffwahl und die vorgenommenen Änderungen habe ich im zweiten WKSA-Post berichtet.

Das Kleid habe ich aus tannengrünem Feincord genäht und werde bestimmt noch andere Versionen anfertigen. Die sommerliche Variante im Neckholder-Stil statt Ärmeln finde ich auch sehr schön und kann mir das Kleid auch gut aus Jersey vorstellen.
Getragen fühlt sich das Kleid toll an, wie alle Amazing Fit-Schnitte, die ich bisher genäht habe. Die Raglan-Ärmel und der Ausschnitt sind etwas Anderes als mein sonstiges Nähschema.
Getragen habe ich das Kleid am Donnerstag mit einer gelben Strickjacke und einem Capot-Hut und habe mich so winterlich gefühlt wie es geht bei über zehn Grad und Regen.

Nach einem ebenfalls sehr verregneten Freitag fürchtete ich das Schlimmste für den Samstag, an dem ich die letzte Chance hatte, ein Shooting zu machen. Aber vormittags kam sogar die Sonne etwas raus und der Wald war nur halb so matschig wie ich befürchtet hatte.
Düstere Tannenhaine, Zwielicht, Nebel, Einsamkeit und eine verwischte Grenze zwischen Fantasie und Realität waren meine Inspirationen für dieses Shooting.
Meinen Look würde ich als “Orakel im Wald” beschreiben.





Das letzte Bild besteht aus fünfzehn übereinander gelegten Einzelfotos. Meine Blumenkrone aus Draht und Nagellack von Nix für Lemminge 4 hat perfekt ins Konzept gepasst.

Die Weihnachtskleider der restlichen Teilnehmer findet ihr auf dem MeMadeMittwoch-Blog.

Nix für Lemminge-Probehose (Simplicity 1696) [MeMadeMittwoch #23 & HosenHerbst]

Mittwoch, 03. Dezember 2014

Im Zuge von Alexandras Nix für Lemminge-Challenge habe ich vor, einen Hosenanzug zu nähen; im Inspirations- und Enwurfspost habe ich schon meine Gedanken dazu nieder geschrieben und von der Probehose erzählt.

Mit Simplicity Amazing Fit habe ich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Da ich bisher nur Kleider genäht habe, war ich dieses Mal doch vorsichtig und habe erst eine Probehose gemacht, bevor ich meinen Hosenanzug-Stoff zuschneide. Eine Hose ist ja nochmal etwas ganz anderes als Kleider, von denen ich mittlerweile bei Simplicity weiß, dass sie mir obenrum nahezu perfekt passen und ich keine Probemodelle brauche.

Für die Probehose zu Simplicity 1696 habe ich mir einen bordeaux-lila Baumwollköper mit Stretchanteil ausgesucht. Der Stoff ist wunderschön, hat einen ganz leichten Glanz und kommt auf den Tragebildern nicht ganz zur Geltung; die Farbe ist auf den Detailbildern näher an der Realität, der Stoff hat eindeutig einen rotstichigen, warmen Lila-Ton.
Die Hose habe ich in Größe 10 zugeschnitten, da diese auch meine Simplicity-Größe für die Kleider ist. Nahtzugaben sind mehr als genug vorhanden, falls etwas rausgelassen werden muss.
Musste ich aber nicht. Auch nicht wegnehmen. Die Hose hat so, wie sie ist, sehr gut gepasst. Bestimmt ist das nicht der perfekte Hosenschnitt, aber ich bin mit der Passform enorm zufrieden und werde daran nichts ändern. Die Ansprüche, die ich an eine enge, stretchige Jeans stelle, werden erfüllt: im Schritt kneift nichts, der Bund sitzt nicht zu tief, es entstehen keine merkwürdigen Falten.
Da die Hose einen Stretch-Anteil hat, habe ich sie nicht dressiert; bei einem Stoff, der nicht dehnbar ist, würde ich dies aber auf jeden Fall machen.




Das einzige, was ich am Schnitt ändern werde, ist die Zugabe von zwei Zentimetern für den Saum. Die Hose ist keine Hochwassser-/Knöchelhose, aber doch einen Ticken kürzer als ich es bevorzuge.
Auf dem Bild trage ich für den MeMadeMittwoch an selbstgemachten Sachen noch meinen Lodenmantel.

Momentan arbeite ich parallel an vier Nähprojekten, die zum Glück alle mit schwarzem Garn nähbar sind. Unter anderem ist da noch die Burda-High Waist-Hose, die ich für den HosenHerbst nähen wollte. Die Hose ist zur Anprobe fertig und oh man, bin ich froh, sie mit 4er-Stich zusammen genäht zu haben. Da passt wirklich gar nichts. Der Schnitt war ein Download-Schnitt, selbst wenn das Kontrollkästchen die richtigen Maße hat, bekommen die einzelnen Blätter bei Haushaltsdruckern ja gernen einen Verzug. Daher möchte ich nicht sagen, dass der Schnitt Müll ist, vielleicht hat der Drucker ja zwischendrin irgendeinen Mist gebaut. Aber beim parallel nähen der beiden Hosen ist der Vergleich einfach krass: die eine passt auf Anhieb, in die andere passe ich zweimal rein.

Die Details habe ich mit schwarzem Garn abgesteppt um etwas Jeans-Charakter rein zu bringen. Statt Fake-Leistentaschen wie im Original habe ich aufgesetzte Taschen gewählt.



Die Hose muss am Bund und Saum noch etwas eingebügelt werden, der Stoff ist etwas ausgezogen vom Nähen (damit die Nähte auch elastisch sind).

tl;dr (too long didn’t read)
Schnittmuster: Simplicity 1696
Stoff: lila Baumwollköper mit Stretchanteil
Zutaten: Reißverschluss, Knopf
Nachnähfaktor: Oh hell yes.

Nix für Lemminge 5: All Out Glamour! { Teil 2 – Entwürfe }

Samstag, 29. November 2014

Wie, schon wieder zwei Wochen rum? Mir kommt es vor, als sei der Nix für Lemminge-Inspirations-Post erst vor fünf Tagen online gegangen.
Gut, dass ich durch Alexandras Tweet nochmal erinnert wurde, obwohl ich die Termine im Kalender stehen habe, der neben dem Bildschirm hängt.

Heute geht es um das Thema Entwürfe. Meine hatte ich recht schnell aufs Papier geworfen, da mir die Modelle anhand meiner Schnittmuster schnell klar waren: Eine schmale Hose nach dem Schnittmuster Simplicity 1696, das ich eigentlich als Five Pocket-Grundmodell vorgesehen habe, einen Blazer nach Simplicity 2446 und eine Weste, deren Schnitt ich von meiner Lieblingsweste abgenommen habe, bevor diese in den Müll gewandert ist. Second Hand und getragen bis zum Verschleiß – an der Stelle war das gerechtfertigt.


Momentan arbeite ich an einer Probehose für den Schnitt. Für den Blazer werde ich nur bestimmte Teile, wie Kragen, Beleg und mittleres Vorderteil, aus Nessel zuschneiden, der Rest sollte gut zu ändern sein. Da ich mit den Amazing Fit-Schnittmustern bisher nur gute Erfahrungen gesammelt habe, bin ich auch dieses Mal zuversichtlich.
Den Reverskragen möchte ich für dieses Modell etwas abändern. Zuerst hatte ich einen Kragen mit Spitzfasson im Sinn, bin dann aber nochmal umgeswitcht. Als Muster nehme ich dieses Sherlock-Promobild, den Kragen finde ich sehr schick und modern. Sehr schmal und fast schon mehr Schal- als Reverskragen.

Meine Stoffe sind schon da, sobald der Hosenschnitt abgeändert ist kann der Zuschneide-Marathon losgehen. Alles aus einem Guss, versteht sich. Ich habe einen schwarzen Baumwoll-Köper mit Stretch gewählt, so einen typischen Uni-Jeansstoff. Das ist zwar nicht das Allerfeinste, aber dadurch werden die einzelnen Teile auch kombinations- und alltagsfreundlicher. Außerdem musste ich mein Budget ja im Auge behalten… Für den Kragen und eventuell Galon-Streifen an der Hose werde ich einen Baumwoll-Sation, ebenfalls mit Stretch, verwenden. Meine erste Wahl wäre natürlich echte Seide gewesen, aber das hätte das Budget unnötig belastet. Ich mag diese Polyester-Satinstoffe überhaupt nicht, die sehen meiner Meinung nach schon von weitem viel zu billig aus, um den Kauf überhaupt in Erwägung zu ziehen.
Aus Erfahrung weiß ich aber, dass Duchesse aus Polyester, der auch oft für Brautkleider verwendet wird, teilweise okay aussieht. Der Braut-Duchesse war aber im Online-Shop fürs erste ausverkauft, Lieferung stand für Mitte November an, was an sich ja kein Problem gewesen wäre. Einen Tag später war der nächste Liefertermin aber für Mitte Januar angegeben, also hat sich die Geschichte von alleine erledigt und ich bin auf den Baumwollsatin ausgewichen, der zwar etwas teurer war, aber mir von der Optik auch besser gefällt.

Das war es von mir – wie sieht es bei den anderen aus? Konnte sich noch jemand durchringen, mit zu machen?

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