Nix für Lemminge {Märchen} Finale!

Dienstag, 30. September 2014


Bevor wir zu dem Teil kommen, wegen dem die meisten von euch wahrscheinlich hergekommen sind, muss ich noch ein paar Worte loswerden. Nix für Lemminge war meine allererste Blogaktion und hätte kein besserer Auftakt sein können. Der ganze Schaffensprozess hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und die Spannung auf die Entwürfe der anderen war riesig. Die ganzen Ideen, die da zusammen gekommen sind, waren wirklich inspirierend.
Ich für meinen Teil bin schon seit Ewigkeiten fertig – war es schon vor dem zweiten Termin, um ehrlich zu sein… Auch wenn es mir damals als gute Idee erschien, das Projekt abzuarbeiten (konkrete Vorstellung, Motivation, Lust und Materialien waren schließlich alle da), muss ich sagen, dass das vielleicht suboptimal war in der Hinsicht, dass viel zu viel Zeit vergangen ist, in der ich mich ausgiebig mit meinem Outfit beschäftigen, andere Ideen und damit auch eine kleine Unzufriedenheit entwickeln zu können. Nicht direkt mit dem Kleidungsstücken an sich, die sind nicht das Problem, aber ich hätte das Konzept verändert. Nicht blumiger, im Gegenteil, einfach anders. Aber das sind Luxusprobleme und beim nächsten Mal kann ich das berücksichtigen und nicht ganz so viel Gas geben (auch wenn ich dadurch Raum für andere Projekte geschaffen habe).
Wenn ich mir meine ersten Gedanken und Beiträge dazu durchlese, finde ich das Konzept immer noch stimmig und gut, wie gesagt, ich hatte mittlerweile einfach zu viel Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, andere Sachen und Stoffe zu sehen und auf neue Ideen zu kommen, die mir zum jetzigen Zeitpunkt besser gefallen oder passender erscheinen.

Aber genug schlecht von meinem Konzept geredet! Insgesamt bin ich doch schon sehr zufrieden. Ich hatte die Klamotten im Urlaub dabei und wollte eigentlich ein Shooting frühmorgens am See mit Nebel machen, aber der hat mir dieses Jahr gar nicht die Ehre gegeben. Wahrscheinlich hat es einfach zu oft geregnet, ahaha.
Einstimmen könnt ihr euch mit I Would Hurt A Fly, hier gesungen von Ane Brun, die sehr tolle Musik macht (unbedingt “Do You Remember” anhören, aber nicht zu diesen Bildern, das macht nicht die richtige Stimmung!).

Puh, okay. Here goes nothing. Persephone, die Königin der Unterwelt (I didn’t get to be queen of hell / by letting folks off easy), deren Agenda von Hades und Demeter bestimmt wird, trägt die Stacheln, die sie auch ausfahren kann, an der Oberfläche. Oder ist es Teil eines Panzerkleids? Fashion is the armour to survive everyday life. Denn trotz Fremdbestimmung lässt sie sich nicht alles sagen. Die Blumenkrone, die sie trägt, ist nicht zerbrechlich, sondern aus härterem Material geschaffen. (I drag myself up poem by poem: / do the work, do it well, / use a No. 2 pencil / plaster your ladder with pages / and the work will save you / when no one else / will stick out their hand / to pull you back from death’s girlsack / by the hair.) Vorhang auf!

Herbstjacken-Sew-Along { Inspiration } & Herbst-Quilt-Along { Teil 4 – Nähen }

Sonntag, 28. September 2014

In diesem Post fasse ich die Einträge zum Herbstjacken-Sew-Along und zum Herbstquilt-Sew-Along zusammen, da beide auf den gleichen Tag fallen und ich zwei Beiträge an einem Tag nicht so toll fand.

Vielleicht oder vielleicht auch nicht habe ich ein kleines Sew Along-Problem. Zuerst wollte ich bei keinem mitmachen wegen Termindruck, jetzt stürze ich mich von einem in den nächsten.


Zu meiner Verteidigung: mit Nix für Lemminge 4 bin ich schon lange fertig und auch beim Herbstquilt liege ich noch gut in der Zeit. Mit meiner HosenHerbst-Hose habe ich noch gar nicht angefangen, aber das Projekt ist ja für bis Ende des Jahres angelegt, also auch kein Problem.
Zwischen all diesen Projekten hatte ich dann plötzlich total Lust, eine Jacke zu nähen.
Das Gute daran: Übung, Übung, Übung.
Das eher nicht so Gute: Ich habe nicht das Gefühl, noch mehr Jacken zu brauchen… Aber ehe ich mich’s versehen habe war ein Probeteil gemacht, der Schnitt angepasst und die Jacke zugeschnitten. Der Ideenfindungsprozess ist irgendwie an mir vorübergegangen, ohne dass ich, vernünftig wie ich bin, mit Blick auf meinen Kleiderschrank einschreiten konnte.
Dabei muss ich klarstellen, dass ich gar nicht viele Jacken besitze, sondern bisher immer der Meinung war ein, zwei universell einsetzbare Jacken pro Jahreszeiten reichen. Da ich mich aber sowieso gerade entweder an einer neuen Weggabelung was Geschmack angeht oder auf einem Herbstkleidung-Trip befinde (ich habe schon bei meinem Karo-Deux pièces-Eintrag von diesem plötzlichen und seltsamen Phänomen berichtet), habe ich auf einmal diese neuen Wünsche und Bedürfnisse.

I might or might not have a little sew along problem. At first I was hesitant to participate in one because of the pressure, but now I can’t get enough of them.
Not only did I sign up for NFL4, an autumn quilt and a trousers sew along, now I am also participating in the autumn jacket sew along.
The problem is: I don’t really think I need more jackets… But before my reason could have a say in this, I had already cut the pattern parts. Well, what can you do. And it’s not that I have too many jackets, up until now I just thought that one or two jackets per season was enough.

Okay, go with your guts, die Jacke ist sowieso schon zugeschnitten UND ich wollte sie schon lange nähen. Wirklich lange-lange. Es ist wieder ein Burda Style-Schnitt (ja, stöhn, ich weiß), die Ausgabe ist die 06/2012. Einige ganz coole Schnitte sind in dieser Ausgabe, aber sofort verguckt habe ich mich natürlich in die Jacke 121.


Bildquelle

Ein bisschen Military, ein bisschen Pirat, natürlich total mein Ding. Seit Erscheinen der Ausgabe bin ich um das Schnittmuster rumgeschlichen. Zum Glück habe ich mich erst jetzt an die Umsetzung gemacht. Mehr zum Schnittmuster und der Anleitung werde ich dann eher gegen Ende des Sew Alongs schreiben.
Das Probeteil war mir überraschender Weise viel zu weit – wenn ich die fertigen Jacken auf der deutschen Burda-Seite angucke, sind die ja auch eher locker, aber ich habe dennoch einiges angepasst, weil die Jacke an sich ja eine total schöne Form hat, die so leider gar nicht zu sehen war.

Mein Inspirationsbild verrät auch schon meinen Stoff – den gibt es aber nächste Woche zu sehen.
Gesammelt werden die Beiträge zum Herbstjacken-Sew Along bei Dreikah und Chrissys Nähkästchen. Los geht es heute mit der Schnittvorstellung.

I used pattern 121 from Burda Style issue 06/2012. I know, I didn’t actually want to use Burda Style patterns any more, but I really liked this jacket since the issue was out, but always hesitated to sew this jacket. Up until now.
The picture gives a hint of my fabric choice – but that’s a topic for next week.


Beim Herbstquilt sticke ich fröhlich weiter und bin fast fertig mit den Applikationen. Kleine Blocks von vier Quadraten habe ich ja schon zusammen genäht, teils habe ich schon größere angefangen.
Zuerst habe ich immer zwei Quadrate zusammen genäht. Hierbei habe ich einfach die Paare wie an einer Girlande aneinander gehängt, ohne zwischendurch abzuschneiden. Das spart auf Dauer wirklich Zeit und Faden, wie ich festgestellt habe.
Die Zwischenstände der anderen gibt es wieder bei Marja Katz zu sehen.

High Waist-Rock [MeMadeMittwoch #16]

Mittwoch, 24. September 2014

Nachdem ich das Schnittmuster für meine Hosenherbst-Hose runtergeladen hatte, bekam ich das plötzliche Bedürfnis, einen Rock mit Mieder zu nähen. Stoff hatte ich da und das war eine ganz gute Gelegenheit, schon mal den oberen Teil des Hosenschnittes auszuprobieren und anzupassen.


Der Stoff ist Emmi Ros von Ikea. Bei Emmi habe ich das gleiche Problem wie mit Rosali: total schönes Blumenmuster, aber der Kontrast mit dem weißen Grund ist mir zu viel. Aber färben bringt Abhilfe und nach Rosali ist jetzt auch Emmi errötet.
Auf dem Bild ist der Stoff in Natura mit einem Simplicity-Retroschnitt zu sehen, den ich zuerst für den Stoff vorgesehen habe, aber irgendwie wollten die beiden nicht zusammen kommen. Also wurde aus Emmi Ros mit Hilfe von etwas Textilfarbe ein Rock.



Das Rockteil stammt tatsächlich vom Simplicity-Schnitt, das vordere Miederteil von Burda 6856, das ich im Bruch zugeschnitten habe, statt wie bei der Hose vorgesehen mit Schlitz verarbeitet.
Für etwas Stabilität habe ich Tunnel für Stäbchen in das Mieder eingearbeitet, das werde ich bei der Hose aber nicht tun. Die Sache mit den Stäbchen ist zwar eine gute Idee bei dem Mieder, aber bei der Hose möchte ich diese Stabilität gar nicht haben.


Bei mir findet man sehr wenig Absteppungen an selbstgenähten Kleidungsstücken, aber hier finde ich es passend. Außerdem hat mir das die Sache mit den Tunneln sehr vereinfacht.
Für die Absteppung habe ich originale Nähseide in hellrosa genommen.

Dieses Outfit habe ich für einen Gastpost für Anis Blog Kopfstücke fotografiert. Ani ist Modistin und eine liebe Bekannte von mir, ein Besuch auf ihrem Blog lohnt sich! Meinen Gastpost zu meinen drei Lieblingshüten könnt ihr hier nachlesen.
Happy MeMadeMittwoch!

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