In eigener Sache: neues Layout! (#29)

Freitag, 29. August 2014

Kaum zu glauben: dies ist bereits das neunundzwanzigste Layout, das ich hier auf dem Blog habe. Und was für ein Layout! Den Header finde ich diesmal besonders süß. Die Figurine stammt von Deer & Doe und trifft bis auf die Oberweite ziemlich gut meine Körperform.


Die Zeichnungen stammen alle aus meinem Skizzenbuch, in dem ich Ideen und Inspirationen für Nähprojekte festhalte. Das war eine der besseren Entscheidungen, die ich in Sachen Nähen gemacht habe, so behalte ich super den Überblick und sehe auch ungefähr, wie ein Kleidungsstück an meiner Figur aussehen würde, welchen Änderungen gut aussehen, wie Farben wirken – wobei ich meistens nur eine Bleistiftskizze anfertige.


Die Zeichnungen habe ich eingescannt, in groß ausgedruckt, ein Blatt Papier drüber gelegt und grob mit Wasserfarben ausgemalt. Dadurch dass ich die Linien nur erahnen konnte, sind die Wasserfarben unregelmäßig geworden, genauso, wie ich es wollte.
Erkennt ihr alle Outfits? Da haben wir die errötende Rosali, mein Nix für Lemminge-Persephone-Outfit, das English Roses-Kleid (mit Hut) und meine Zirkusdirektorinnenjacke.
Das zweite Ensemble von links kennt ihr noch nicht, wird aber auch im Laufe des Herbstes hier vorgestellt. Der Mantel dürfte euch aber leicht bekannt vorkommen, es ist der gleiche Schnitt wie mein lila Kurzmantel mit Fake-Paspel.

Ich hoffe, das Layout gefällt euch so gut wie mir – alle Nachweise für Grafiken usw. findet ihr auf der Seite über den Blog. Alle Seiten habe ich ein wenig überarbeitet, solltet ihr noch Fehler entdecken, wäre ich natürlich dankbar, wenn ihr mich kurz darauf hinweisen könntet.

#HosenHerbst I | Das kommt mir gerade recht!

Donnerstag, 28. August 2014

Ich hatte fest vor, im Herbst eine Hose zu nähen – mein Vorhaben, das Thema Hosen öfter anzupacken habe ich schon mehrfach hier geäußert. Zufälligerweise tat Meike von crafteln.de auf Twitter ihre Idee zu einem Langzeit-Sew Along kund. Da Nix für Lemminge ein ganz wunderbarer Auftakt war, was Blogaktionen angeht und der Zeitraum der Aktion wirklich großzügig ist, war schnell klar: da mache ich mit.

Das Thema des ersten Treffens ist eine Bestandsanalyse: was möchte ich, worauf lege ich Wert.
Meine liebste Hosenform wäre die Karotte mit nicht zu tiefem Bund. Circa zwei Finger breit unter dem Bauchnabel sollte sie sitzen, obenrum nicht zu knackig, dafür darf das Bein ab Knie umso enger sein. Generell bevorzuge ich enge Hosen, Hauptsache, der Bund sitzt nicht zu tief, das ist ein totales No-Go für mich. In den Läden, in denen ich in letzter Zeit war, schien der Trend eindeutig zur Hüfthose zu gehen, schade, ich habe nämlich keine einzige Hose gefunden, die mich überzeugt hat.
Wichtig ist auch die Pflegeleichtigkeit. Da ich zu den Leuten gehöre, die durch keine nasse Straße laufen können ohne die Hosenbeine einzusauen, fällt Wolle o.ä., das aufwendiger zu reinigen ist als einfach-in-die-Waschmaschine-schmeißen, flach. Leinen finde ich ein sehr schönes Material, besonders für Sommerhosen, da mir generell eher zu warm als zu kalt ist und es im Sommer ja doch nicht immer angebracht ist, Shorts zu tragen. Eine lange Leinen-Sommerhose wäre noch interessant, aber da ich absolut keine Lust habe, eine Hose zu bügeln, muss ich noch darüber nachdenken. Hat jemand Erfahrung mit Leinenhosen? Wie sieht es mit der Bügelanfälligkeit aus?

Ich habe eine Hose, die mir von der Passform richtig gut gefällt. Wenn ihre Zeit gekommen ist (an manchen Stellen ist sie schon etwas abgestoßen) werde ich sie auseinander nehmen und den Schnitt abnehmen.
Einen go-to Hosenschnitt habe ich nicht, obwohl ich sogar einen Grundschnitt besitze. Aber mein Ziel ist es auch (noch) nicht, alle meine (Basic-)Hosen selbst zu nähen, das ist mir einfach zu viel Arbeit. Ich begnüge mich fürs erste damit, ein paar Modelle zu nähen, die aus der Reihe tanzen und die ich so nicht in jeder Basic-Abteilung finde. Ein schönes Modell habe ich bei Burda gefunden, wie es der Zufall will. Auf der Startseite der Homepage wurde der neue Schnittmusterkatalog beworben, ohne große Erwartungen blätterte ich die virtuelle Version durch und stieß auf die Bundfaltenhose 6856:


Bildquelle: Burdastyle.de

Natürlich hat es mir der hohe, geknöpfte Bund angetan, aber oh, die Hosenträger haben mir den Rest gegeben. Klar kann man die an jede x-beliebige Hose dran basteln, aber gerade an der Hose gefallen sie mir sehr gut. Well done, Burda!
Ich besitze bereits eine ähnliche Hose von Blutsgeschwister, die ich für zwanzig Euro ergattert habe. Nun fällt Blutsgeschwister in meine Kategorie “schön für andere, aber nichts für mich” (erstaunlicherweise, da ich Prints und bunte Farben liebe. Mit den Klamotten werde ich aber nicht so richtig warm). Die Hose ist aber eher schlicht gehalten ohne großartige Stickereien oder Musterkombinationen, vom Schnitt her der Burda-Hose sehr ähnlich, nur ohne Reißverschluss und durchgehend geknöpft in einem kräftigen Blaugrau. Auch Hosenträger waren dabei, die Hinterhose zieren als Stickerei die Blutsgeschwister-Logos (Anker, Herz, etc.). Die Hose trage ich gerne und wenn mir der hohe Bund zu aufsehenserregend ist, kann ich das Oberteil auch über der Hose tragen.
Ich hätte die Hose gerne noch etwas ernsthafter und burschikoser. Wahrscheinlich werde ich sie aus einem nachtblauen Baumwollstoff mit Stretchanteil nähen, den ich im Fundus habe, der hat eine sehr edle Optik für so eine Hose.
Diese Hose ist vorerst die einzige geplante Hose diesen Herbst. Vielleicht kommt da noch was dazu, aber ich arbeite erst mal die eine Hose ab, ich habe noch ein paar andere Projekte auf der Liste stehen. Wenn ich mit denen gut voran komme folgt vielleicht noch eine Hose, aber ich will es erst mal nicht übertreiben.

Bei dem Schnitt ist auch eine Marlenehose mit dabei, die mir auf dem Foto auch gut gefällt. Allerdings traue ich mich nicht wirklich an Marlenehosen ran, ich habe die Befürchtung, dass ich mich nicht richtig wohl fühlen werde darin. Der Bund müsste bei mir wahrscheinlich höher sitzen, in einer Burda-Ausgabe vom letzten Jahr war ein schönes Modell drin, auch mit Hosenträgern präsentiert. Aber darüber muss ich nochmal scharf nachdenken. Fürs erste reicht mir die Miederhose und der Gedanke, dass die Marlenehose mit schmalem Bein und ohne Bundfalte vielleicht ein schönes Grundmodell für mich wäre.

Wie sieht’s bei euch aus? Macht ihr auch beim Hosenherbst mit? Hosen mit hohem Bund scheinen bei der Aktion großen Anklang zu finden.

Burda Style und ich – ist es aus? (Heft 09/2014)

Montag, 25. August 2014

Oh Burda Style, ich habe das dringende Gefühl, dass wir uns auseinander gelebt haben.
Seit fast einem Jahr habe ich mir keine Ausgabe mehr gekauft. Ich habe keine riesige Sammlung an BS-Heften, aber das ist schon genug, um von den stetigen Wiederholungen gelangweilt zu sein.
Was wahrscheinlich auch eine natürliche Reaktion ist, immerhin kann nicht in jeder Ausgabe das Rad neu erfunden werden, auch das Bedürfnis für Basicschnitte und anfängerfreundliche Projekte sehe ich ein. It’s not you, it’s me.

Ich schaue mir trotz allem gerne die Vorschau für das neue Heft an, verpassen möchte ich schließlich auch nichts. Die aktuelle Ausgabe (09/2014) weckte mein Interesse mit dem Versprechen auf Trachtenschnitte und der ein oder anderen doch ganz interessanten Klamotte. Da meinem Empfinden nach die Herbstausgaben immer ganz gut sind, nahm ich die Septemberausgabe am Kiosk mit. Im Urlaub schön im Liegestuhl in Zeitschriften blättern, das gefällt mir.

Die Beziehung zum Septemberheft find schon mal holprig an. Was ist das auf dem Cover? Ich weiß nicht, ob es am Styling liegt oder am Kleid selbst, aber fast hätte ich das Heft an dieser Stelle schon liegen gelassen. Das Kleid auf dem Cover überzeugt mich so gar nicht von einer großartigen Ausgabe.
“Der neue Heimat-Chic” wird versprochen, ich kann mir auch vorstellen, dass das Kleid in die trachtige Richtung gestylt hätte werden können (und besser ausgesehen hätte), aber vielleicht würde das der Ausgabe zu sehr einen bestimmten Stempel aufdrücken. Was auch immer. Die russische Ausgabe hat das hübsche Rock’n’Roll-anmutende Kleid auf dem Cover, das auch in der Vorschau meine Neugier geweckt hat.
Ich verstehe zu wenig von Marketing, um diese Entscheidung beurteilen zu können, aber ich habe mich so gar nicht vom Cover angesprochen gefühlt.

Oh Burda Style, I think we grew apart. I haven’t bought an issue for about a year but always looked through the preview pictures on the homepage. I don’t have that many Burda Style issues, but I am already tired of the repetition. It’s impossible to invent the wheel every month, I see that, as well as the necessity for basic patterns and beginner-friendly projects. It’s not you, it’s me.

The September issue (09/14) was able to raise my interest. Our relationship wasn’t off to a very good start: I almost didn’t buy the issue because the cover wasn’t what I expected from the preview at all. The dress looks too bland for my taste and I don’t like the styling even a bit. One big topic seems to be, as often during fall, “(Bavarian) costume chic” and I wonder why they didn’t style the dress accordingly – it would have been possible, and in my opinion, would have looked much better. The russian issue has the nice rock’n’roll dress on the cover which is one of the patterns that gave me a reason to buy this month’s issue, but I don’t want to question the Burda Style team’s decisions. They must have their reasons, after all.



Bildquelle: burdastyle.ru

Das erste Thema ist Liebe im Quadrat mit allen Varianten des Karomusters.
Das Kleid 123 finde ich sehr süß, die Umsetzung stiftet mich zum Nachmachen an. Dennoch nichts noch nie dagewesenes, aber das ist okay.
Das Shiftkleid 101 finde ich dermaßen langweilig umgesetzt, dass die Accessoires mehr meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Auch die technische Zeichnung haut mich nicht um. Nicht meins, aber ich kann mir gut vorstellen, dass das Kleid seine Liebhaber finden wird.
Meistens lassen mich die Blusen ziemlich kalt, aber die Bluse 109 finde ich süß. Nichts für mich, aber ich kann sie mir sehr gut an einigen anderen vorstellen. Warum sie aber an der Seitennaht mit Druckknöpfen geschlossen werden muss, ist mir ein Rätsel. Klingt für mich eher unpraktisch, aber gut, ich will mich nicht in Details verlieren.
Auf dem Foto sind Rock 104 und Shirt 125 zu sehen. Den Rock sehe ich als schönes Modell für eher Jüngere (sogar ich fühle mich dafür schon etwas zu erwachsen, habe aber auch nicht die Figur dafür), das Shirt wird bestimmt einigen gefallen, aber mein Geschmack ist es gar nicht. Ich möchte an Shirts nicht noch irgendwelche schrägen Nahtverläufe. Oder generell Nahtverläufe im Vorderteil.

Dress 123 is one of my favourites and I really like the execution. Nothing that I haven’t already seen in Burda, though, but that’s okay.
The Shift dress 101 is too boring for my taste – I really don’t like the execution, my attention is drawn more to the accessoires than to the dress itself. I think many people will like this pattern, though, even if it’s not my taste.
I rather like the Blouse 109, it’s not something I would wear, but I think it’s cute and especially retro lovers will like it. However I don’t really think using poppers as closure in the side seam is practical. Whatever, details.
Here we have Skirt 104 and Shirt 125. I think the skirt is cute for younger people, somehow I can’t see an adult or let’s say someone over 21 wear it. The shirt itself isn’t that bad, but just not my taste or style. I don’t like shirts with seams running across the bodice. But I know people who will like this pattern.


Bildquelle: burdastyle.ru

Sweatshirt 114 ist wieder so ein Modell, das mich fast schon wieder ankotzt – wenn das Model schon fast im Stoff ertrinkt, wie soll das dann erst an einer Durchschnittsfigur aussehen? Das ganze dann aus hochwertigen Stoffen zu nähen und “aufsehenserregend” zu nennen ist das Äquivalent zu diesen dauernden Jogginghosen aus Seide, die dann als Businesskleidung ausgelegt werden.
Der Parka 119 gefällt mir gut, ausnahmsweise auch in der Umsetzung aus Bouclé. Dennoch auch nichts, was mir Jubelrufe entlocken würde.

Sweatshirt 114 is one of the patterns that make me kinda mad. The model looks like she’s drowning in fabric, how will someone with an average figure pull it off? I also can’t see any more of these “let’s use high quality, expensive fabric so we can call it edgy” garments like the good old sweatpants made of silk we see over and over again in Burda that they call business clothes. It’s getting really old, folks.
I already like the technical drawing of Parka 119 in the preview, but I am surprised I also like the execution with bouclé.


Bildquelle: burdastyle.ru

Kommen wir zur Landpartie, der Trachtenkollektion der Ausgabe. Es sind auch einige Kindermodelle dabei, die ziemlich süß und nicht überkompliziert sind. Das gefällt mir.
Das Dirndl 124 finde ich sehr schön. Mir gefällt das Hemdblusenartige ohne Puff, Kräusel und tiefen Ausschnitt. Mal was anderes als ein Mieder!
Das andere Dirndl 128 lässt mich etwas ratlos zurück. Habe ich zu wenig Ahnung und Umgang mit Trachten, um es einfach zu verstehen?
Fangen wir mit der Bluse an: der Schnitt ist recht simpel mit kleinen Fledermausärmelchen. Das Hochgeschlossene gefällt mir aber. Ich habe überhaupt nichts gegen Dekollette zeigen, aber auch schön, mal etwas Anderes in einer Trachtenkollektion zu sehen.
Zum Korsagenkleid gibt es nicht viel zu sagen. Allein spontan fallen mir drei Ausgaben ein, in der so ein oder ein sehr ähnliches Kleid war. Und das Überkleid dazu…? Ich weiß nicht. Wahrscheinlich sähe die Zusammenstellung mit anderen Stoffen ganz gut aus. In einem festlichen Dunkelblau mit dunkelroten Akzenten stelle ich mir das Dirndl schön vor, eher was für abends. Ich glaube mich stört hautsächlich dieser offene Rock, der wie ein falsch angezogenes Superheldencape aussieht. Ich bin unentschlossen.

On to the costume part. I think the kids’ patterns are really cute and not overly complicated. I like that!
Dirdnl 124 is something different to the corsage-style Dirndls you see very often. I like that it looks like a shirtdress and can actually see myself wearing it – I am from southern Germany, but not from Bavaria, and from a city, too, so costume isn’t something you see in everyday life. We have something similar to the Oktoberfest here in Stuttgart, and if it wasn’t for that, hardly anyone would wear costume here, and even then I feel like it’s borrowing tradition to dress up.
So maybe it’s my lack of being in touch with the Bavarian costume that leaves me undecided about Dirndl 128. Maybe I just don’t get it…? I think the blouse is cute, judging from the technical drawing the pattern is simple enough, the corsage dress is… well, a corsage dress, like I’ve already seen many times in Burda. There’s nothing wrong with it, but it’s nothing surprising either. The overskirt/corsage thing however looks like a superhero costume gone wrong, somehow. Probably because I don’t like the fabric and colours they chose, I especially hate the one they used for the overskirt. I can see the Dirndl in midnight blue with dark red highlights, as evening wear, but as I said, I am undecided whether I like it or not. I think it’s one of those patterns that
could look good if you know how to pull it off.


Bildquelle: burdastyle.ru

Zwischendrin ein Feature, das ab und zu in der Burda auftaucht: vier Varianten eines Kleidungsstückes. Pimp up ist hier die Überschrift und gepimpt wird das Korsagenkleid des Dirndls. Generell finde ich solche Beispiele nicht unsinnvoll, aber meistens kann ich mit der Umsetzung von Burda oder dem Styling echt wenig anfangen.
Kleid 130 (“Berlin”) finde ich noch ganz cool, aber insgesamt wirken alle vier Kleider recht lieblos und wie Lückenfüller auf mich. Next!

Pimp Up shows four different dresses made from the same pattern. I think the idea behind this category is great, however I hate the execution. I *kind of* like Dress 130, but all four seem to be filler material and designed lovelessly to me.



Bildquelle: burdastyle.ru

Prachtvoll verspricht Blumenprints en masse, was ich an sich nicht schlecht finde, da bin ich nämlich auf den Geschmack gekommen. Die Stoffe finde ich hier auch schön, zum Beispiel vom Kleid 108. Auf dem Bild erkennt man wie so oft kaum etwas, die technische Zeichnung gibt mehr Aufschluss. An sich finde ich das Kleid hübsch, nur wirken die Volants am Saum und Ärmelabschluss echt lächerlich auf mich, geradezu clownesk.
Jacke 107 ist nicht mein Stil, finde ich dennoch recht cool. Auch die Idee mit den Reißverschlüssen ist ganz cool, manchmal verrennt sich Burda ja gerne in solchen Details (siehe Plusstrecke), aber hier passt es. Ich kenne jemanden, der diese Jacke sicher gefallen und stehen würde, Reißverschlüsse und alles.

Bildquelle: burdastyle.ru

Das Kleid 111 war eins der Gründe für den Kauf. Die Manschetten und der Kragen sind abnehmbar, gut, ein ganz nettes Feature. Ich mag die Raglanärmel zu der vertikalen Linienführung, aber auch das ist nichts Revolutionäres.
Diese Ausgabe liefert eine Hose: Hose 113. Ich mag diesen Paperbag-Bund, aber den Riegel finde ich scheußlich; von Riegeln bin ich aber grundsätzlich extrem schwer zu überzeugen.

I really like the floral fabric of Dress 108, and think the neckline with the insets is cute, but the flounce at the hem and the sleeve kill the dress for me. Reminds me too much of a clown’s costume.
I think Jacket 107 is cool, although not my style. I know somebody who would love and totally pull off that look, zippers and all. Sometimes Burda overdoes it with the details, but in this case, the zippers totally work for the jacket IMO.
Dress 111 is another of my favourites. The collar and cuffs are detacheable, that’s a nice feature. Nice, not great. I like that the raglan sleeves are a contrast to the vertical lines of the dress, but that’s nothing revolutionary.
The Trousers 113 have a tab that I hate, but I hate tabs in general. I like the paperbag-style waistband, but it’s not something I would wear.


Bildquelle: burdastyle.ru

Die Bilderstrecke Modepower ist wieder mal so eine Citymode-grau in grau-Kollektion. Lässt mich alles ziemlich kalt.
Blazer 120 ist ein schönes zeitloses Modell, ich mag die steigende Fasson, aber auch schon hundertmal dagewesen. Rock 117, der als Business-Skirt bezeichnet wird, hat einen unterschiedlich breiten Bund, der auf dem Foto leider kaum auffällt. Ich glaube insgesamt ist der Rock mir zu sportlich aufgemacht, wäre er cotouriger, würde das mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar ein Hingucker sein, aber so macht mir das zu sehr den Eindruck von “wir brauchen noch was Ausgefallenes, machen wir einfach den Bund halb breit, halb schmal und verkaufen es als Coolness-Faktor”.
Pulli 121 gehört definitiv zur Ankotz-Kategorie. Auf dem Bild erkennt man kaum etwas von den Dingen, die für das Zielpublikum interessant sein könnte und überhaupt kenne ich niemanden, der so einen Pulli mit Würde tragen könnte.

The whole city/grey collection leaves me cold. Blazer 120 is a nice, timeless pattern, although hardly something that hasn’t been there. Skirt 117 is actually called “business skirt”, not Rock, the German word for skirt. It’s really that business. For my taste, the skirt itself is too sporty/casual to pull off the waistband. If the skirt was made to look more couture, I think the waistband would even work, although I didn’t like it when I first saw it.
Pullover 121 is something straight from the category of clothes that make me mad. Awful photograph regarding the details that would be important to, you know, the target group that buys the magazine, awful pattern. I just don’t see any way this would work and don’t know anybody who could wear this garment with dignity.


Bildquelle: burdastyle.ru

Bleibt noch die Plusstrecke. Jacke 137 verrät nur durch die technische Zeichnung, dass sie gepatcht ist. Das ganze wirkt auf mich überkonstruiert und nach Bademantel, das ist bei so Wickeljacken ja leider eine Gratwanderung.
Tunikakleid 136 ist wahrscheinlich das schlimmste Modell der Ausgabe für mich. Ich sprach ja schon von “in Details verrennen”, das hier ist ein Prachtexemplar dafür. Der Schnitt ist bis auf den angesetzten Plisseerock gar nicht das Problem, sondern die Umsetzung. Ist der Rock durch den Reißverschluss abnehmbar? Soll das Kleid durch die Nieten und Animal Print rockig wirken? Wie viele verschiedene Stoffe und Stile können in einem Kleidungsstück verwendet werden? Fragen über Fragen.
U-Boot-Shirt 139 und Hose 141 lassen selbst das Model unförmig wirken. Die Hose fände ich in Kombination mit einem engen Oberteil wahrscheinlich nicht mal schlimm.

On to the plus section: Jacket 137 is actually a patchwork jacket, but of course you only get that from the technical drawing. Wrap jackets are usually a balancing act. I think this one looks more like a bathrobe.
Earlier I spoke of Burda overdoing it with details and Dress 136 is a prime example for it: I don’t think the pattern per se is bad, except for the pleated skirt that they attached … with a zipper? What were they thinking? And were the studs supposed to add a punkrock vibe to the dress along with the animal print? I don’t get it.
The Boatneck Shirt 139 and Trousers 141 make even the (gorgeous!) model look boxy. I think the trousers wouldn’t be that bad with a tight shirt, but I don’t like it with the sweatshirt.

Alles in allem eine Ausgabe, die ich auch hätte verpassen können. Dem Kleid 123 hätte ich wahrscheinlich ein bisschen nachgetrauert, aber wäre schnell drüber hinweg gewesen.
Also, Burda Style. Gehen wir fortan getrennte Wege? Die Konsequenz aus dem Community-Management-Debakel (Frau Drehumdiebolzen berichtete) wäre ein eindeutiges Ja. Unsere Beziehung bietet mir nichts aufregend Neues mehr. Mir gefällt auch nicht die Richtung, in die du dich bewegst. Lag es an dieser speziellen Ausgabe, dass so viel Beauty-, Haar-, Make Up- und Produkttipps vertreten waren, als Schmankerl fürs Oktoberfest? Ich war schon von vornherein uninteressiert mit Tendenz zu genervt von Vorschlägen für Beautyprodukten und Tests von Schuhen. Ich überblättere die Seiten immer, aber bei dieser Ausgabe dachte ich nach dem ersten Durchblättern: krass. Krass viele Seiten, die meiner Meinung nach absolut nichts in dieser Zeitschrift verloren haben.
Die DIY-Tipps (Socken verschönern, Oberteile umgestalten, Armbänder oder Ketten basteln, ihr wisst schon) meine ich gar nicht, obwohl ich die meistens bad taste finde, aber das ist persönlicher Geschmack. Ich brauche in einer Zeitschrift, die ich mir wegen Schnittmustern und eventuell irgendwelchen DIY- oder handarbeitstechnischen Tipps und Tricks kaufe, keine Rubriken voller Beautyartikel, Vorstellen von Accessoires (die nicht mal zu den Outfits kombiniert sondern einfach aufgelistet werden), Schminktipps oder Frisurerklärungen.
Eine Stimme im Hinterkopf sagt mir, dass Burda Style da mehr Livestyle und Hip reinbringen will als mir recht ist. Vielleicht ist das aber auch notwendig, um ein (jüngeres?) Publikum für sich zu gewinnen und mit der Zeit zu gehen.

Also, Burda Style. Meiner Meinung nach ist das was wir hatten in die Brüche gegangen. Wärst du dir mehr selbst treu geblieben und hättest öfter den Trott an den vorhersehbaren Schnittmustern durchbrochen, hätte ich wenig Grund zur Klage. Ich beobachte dich weiterhin lieber aus der Ferne und werde von Zeit zu Zeit schwach, wenn ein spektakuläres Schnittmuster daher kommt, aber mit dir und mir wird das so nichts mehr. Ciao!

This issue was average, all in all. I think Burda Style and I will keep going seperate ways: I personally don’t like all the livestyle/make up/hair tips and the suggestions of accessories (that are not even in combination to the outfits, just a list of handbags); they seem too much out of place for me and not or just barely related to the collections/shootings/garments to be anything but advertisements.
Plus there was the community management debacle on Twitter: after asking for feedback on a new issue, the person(s) behind the German Burda Style twitter account reacted really flippant to bloggers pointing out what bothered them about the patterns or photographs (you know, oftentimes revealing not much about the garments themselves which you would think is the most important thing if you want to market your sewing patterns) and referring to the technical drawings in a really condescending and rude tone as if the readers weren’t able to read the magazine properly. Burda apologised in the end, and the people affected the most by said twitter “discussion” accepted it. Still, it leaves an aftertaste and is just the drop in the bucket that makes me stay away from Burda Style unless a really spectacular pattern comes along.

Edit: Auf crafteln gibt es einen wunderbar unterhaltsamen Post über Meikes Eindruck der aktuellen Burda Style Plus-Ausgabe, in denen sie meine Burda Style-Erfahrung auf den Punkt bringt: “Fotos auf denen man nicht viel erkennt und absurde Materialien”.

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