English Roses-Kleid mit Pulli [MeMadeMittwoch #20]

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Die letzten zwei Wochen waren bei mir beruflich etwas turbulent. Leider bin ich daher gar nicht dazu gekommen, einen Post für den letzten MeMadeMittwoch vorzubereiten, geschweige denn zu kommentieren, was ich sehr schade finde.
Dafür habe ich am Freitag dann etwas früher Feierabend gemacht und konnte noch im letzten Licht mein Outfit des Tages fotografieren (bedenke: das war noch vor der Uhrenumstellung).



Da es morgens doch schon sehr kühl ist habe ich mein English Roses-Kleid mit einem lila Pulli drüber getragen; ganz ärmellos war selbst mir zu frisch. Pulli über Kleid ist ein Look, den ich bisher noch gar nicht so richtig ausprobiert habe (vielleicht, weil ich fast keine Pullis besitze…), mir aber sehr gefällt. So kann ich meine Sommerkleider auch im Winter noch tragen. Auf der Arbeit habe ich den Pulli dann fast den ganzen Tag ausgehabt und saß ärmellos da, da der Tag sehr sonnig war. Abends bin ich dann sogar ohne Jacke losgegangen – beim Klamotten zusammen suchen muss man in den letzten Tagen wirklich ein Spagat schlagen. Wenigstens war es nicht mehr so stürmisch, sodass ich auch meinen Schlapphut anziehen konnte.

Ich wünsche euch einen schönen Mittwoch!

Herbstjacken-Sew-Along { Zwischenstand } & Herbst-Quilt-Along { Teil 8 – Absteppung }

Sonntag, 26. Oktober 2014

Nach zwei relativ turbolenten Wochen kehrt bei mir langsam wieder Routine ein – ich musste sogar den MeMadeMittwoch ausfallen lassen, was ich sehr schade fand, da ich stolz darauf war wie konsequent ich teil genommen habe. Aber es hat sich ja nicht um Unlust gehandelt, sondern um Zeitmangel.

Zum Glück bin ich mit meiner Herbstjacke ja schon fertig und auch bei meinem Quilt sieht es sehr gut aus.
Bilder vom Zwischenstand habe ich während dem Prozess gemacht und werde heute wieder einige Details zeigen, ohne zu viel vorweg zu nehmen. Das Finale findet schließlich später statt.

Der Ärmel ist eingesetzt und eingefüttert. Ich habe auch ein Fischchen eingenäht, damit der Ärmel schöner rollt. Eingefüttert habe ich den Ärmel nach Herrenschneider-Art, bei der der Futterärmel fest mit dem Oberstoff verbunden ist und nicht einfach in das Futter-Armloch eingenäht ist. Ich habe einige Fotos gemacht, vielleicht reichen die für eine Anleitung dazu.




Der Schnitt (Burda Style 06/2012, Modell 121) sieht vor, dass für Oberstoff und Futter die gleichen Schnitteile verwendet werden. Da ich aber keine Wendejacke nähen möchte habe ich einen separaten Futterschnitt erstellt, bei dem ich unter anderem am Futterärmel Rollweite und eine Bequemlichkeitsfalte im Rückteil hinzugefügt habe.
Ich finde es ziemlich nachlässig von Burda, dass sie auf solche Dinge nicht geachtet bzw. sie weggelassen haben – bei so einer körperbetonten Jacke finde ich eine Bequemlichkeitsfalte wichtig und nur ein Hinweis, dass das mittlere Rückteil mit xcm Abstand zum Bruch aufgelegt werden muss, hätte genügt.
Vielleicht ist das aber auch abschreckend, viele Personen arbeiten ja lieber mit weniger Schnittteilen. Mir ist aber die korrekte Verarbeitung, die später einen guten Sitz, Bequemlichkeit und Bewegungsfreiheit ermöglicht, wichtiger. Mag sein, dass das auch wieder das Thema Industrie vs. Handwerk ist.



Statt den Nahttaschen in der vorderen Teilungsnaht, die mir ohnehin zu klein gewesen wären, weil sie sich mit den Knopflöchern schneiden, habe ich Paspeltaschen eingearbeitet. Passt gut zum Stil und auch zu den Paspelknopflöchern.
Von der Optik her mag ich Schneiderknopflöcher lieber, die sehen aber von links nicht so schön aus. Da die Jacke ja so konzipiert ist, dass sie aufgeklappt getragen wird, habe ich dann doch die Paspelknopflöcher gewählt, da die von beiden Seiten gut aussehen.
Als Köpfe habe ich kleine silberfarbene Metall-Knöpfe gewählt. Ich stehe total auf solche Uniformknöpfe, Knöpfe mit Wappen und Blazerknöpfe.
Um das rote Futter aufzugreifen habe ich Ellenbogen-Patches (deutsches Wort, Hilfe? Es ist etwas bedenklich, dass mir mehr deutsche Wörter nicht einfallen als englische…) mit Smoking-Effekt aufgenäht.

Das waren ja schon einige Details und ich freue mich, die ganze Jacke zeigen zu können. Den Fortschritt der anderen sehen wir bei Chrissy.

Herbstjacken-Sew Along
Schnittvorstellung | Stoffvorstellung | Zwischenstand | Endspurt | Finale

Beim Quilt liege ich auch voll im Zeitplan: meine Absteppungen sind fertig! Ich habe die Zähne zusammen gebissen und an manchen Tagen auch zwei Reihen genäht, wenn ich wusste, dass ich an einem anderen Tag erst spät nach Hause kommen würde. Gestern habe ich dann schließlich noch die restlichen vier Reihen auf einmal gemeistert. Puh. Das war echt der schlimmste Teil des Quilts und ich bin froh, ihn hinter mir zu haben. Jetzt fehlt nur noch das Einfassen! Das werde ich heute nicht mehr schaffen, aber ich bin mir sicher, dass ich den Quilt nächste Woche ganz präsentieren kann.





Der Quilt hat mich gefühlt auf den Näh-Stand von vor zehn Jahren versetzt. Die Absteppungsnähte sind nicht schön, es gibt einige kleine Falten, die Rückseite ist alles andere als gespannt – warum auch immer – und ein paar krumme Nähte sind auch dabei. Aber egal! Ich habe das Teil bezwungen und gut ist.
Wer noch mit von der Partie kann bei Marja Katz nachgelesen werden.

Herbst-Quilt-Along { Teil 7 – Rückseite }

Sonntag, 19. Oktober 2014

Ja, die Reihen scheinen sich zu lichten, wie Antonia beim heutigen Herbstquilt-Treffen bemerkt. Auch ich muss mich geradezu zwingen, an dem Quilt weiter zu machen. Ich quäle mich durch diese langweiligen Absteppungen. Mein Vorhaben war es, jeden Tag eine Reihe zu nähen, aber das konnte ich nicht einhalten. Jobbedingt war ich die ganze letzte Woche jeden Tag so spät zuhause, dass zwischen heimkommen und schlafen gehen meistens nur eine Stunde lag, und in dieser Stunde setze ich mich nicht noch an die Nähmaschine. Mit Todesverachtung habe ich dafür gestern dann die Querabsteppungen fertig gestellt, jetzt müssen “nur” noch die Längsreihen abgesteppt werden.


Verbunden habe ich die Schichten wie bei Marja Katz gezeigt: Rückseite auf den Boden geklebt, Vlies und Top drauf, dann alles penibel (so dachte ich mir) mit Sicherheitsnadeln zusammen gesteckt.
Meine Rückseite ist genauso breit wie mein Top, ich dachte mir, das passt so, aber an ein paar Stellen ragt das Top über die Rückseite raus. Merke: Entweder breiter kaufen oder noch was dran nähen. Da ich aber sowieso ein Quiltlabel auf der Rückseite anbringen wollte, mache ich das einfach über die ca. 30cm, an denen die Schichten sich verschoben haben, es handelt sich sowieso nur um ca. 2,5cm.

Ich bin so genervt von der Absteppung, dass mir mittlerweile so ziemlich alles egal ist. Fältchen im Rückseite-Stoff? Egal! Hauptsache, das Teil ist fertig und meine Nähmaschine wird endlich frei.
Richtig zeigen kann ich den Quilt nicht, da er Tag und Nacht unter der Nähmaschine eingeklemmt drauf wartet, dass ich eine neue Reihe absteppe.

Wenn die Absteppungen fertig sind, bin ich wahrscheinlich so erleichtert, dass das Einfassen wie von selbst geht. Ich hoffe, die anderen haben bessere Nerven als ich!

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