Die Angst zu versagen ist der Alptraum der uns alle seit 2000 Jahren quält

“Was macht dir Angst?”

Ich habe gerade keinen Unterricht, was eine super Gelegenheit ist, von meinen Eindrücken des gestrigen Abends zu sprechen.
Ich war im Theater. Harri hat mich zur Hauptprobe eingeladen, er spielt im Jugendclub des Staatstheater Stuttgarts. Ich wäre natürlich auch liebend gern zur Prämiere gekommen, die aber, wie bereits erwähnt, schon ausverkauft war bevor Harri uns Karten reservieren konnte, bzw. seine Reservierungen wurden nicht berücksichtigt, weil so viel Andrang herrschte.
Ich will nicht zu viel verraten, immerhin läuft das Stück noch nicht und Spoiler sind ja unwillkommen, aber das Stück ist großartig, meiner Meinung nach. Trotz leichter Improvisation des Tons und Lichts, trotz laut Harri holprigen Umbauszenen und Übergängen. Die Schauspieler sind fantastisch, mal ganz zu schweigen vom Bühnenbild, das eigentlich nur aus Matratzen besteht. Ich liebe Stücke, bei denen viel der Fantasie überlassen bleibt. Wer also eine Karte für Produkt “Ich” ergattern konnte, schätze sich glücklich.
Das Stück ist bestimmt nicht für jeden was und nicht leicht zu verstehen. Wie ich Harri gestern auf der Heimfahrt schon gesagt habe: Die Aussage des Stücks habe ich nicht vollständig erfassen können, aber überall gab es Impulse zum Nachdenken. Ja, es ist definitiv ein Stück, das zum Nachdenken anregt, was wirklich und was unwirklich ist, wie wir manipuliert werden, was unsere eigene Entscheidung ist. Ich denke jeder hat hier und da etwas gefunden, mit dem er sich identifizieren konnte, sei es der Aussteiger der Gesellschaft, der sich fragt ob dieses Aussteigen überhaupt möglich ist, oder die eifersüchtige Freundin. Schließlich handelt das Stück davon, was wir alle sind: Ich.
So, die Schule ruft, macht’s gut!


veröffentlicht am 15. Juni 2010, 10:34 Uhr von Jenny | 2 Kommentare »
Kategorien: Abendprogramm | Tags:

Send my love a Letterbomb & visit me in Hell.

Ich war nie ein Fan von Sommer und Hitze, aber dieser nicht enden wollende Winter kotzt mich an. Schnee über die Feiertage mag ja ganz gemütlich sein, aber Stuttgart unter der Schneedecke ist noch monotoner als mein Sozialleben. Ha, was für eine Überleitung. Damit das eben nicht komplett den Bach runter geht – zumindest nicht sofort – war ich gestern in der Zehntscheuer. Zweimal! Das ist ein Gebäude in Zuffenhausen, in dem Räume sind für Veranstaltungen, Ausstellungen etc.
Abends fand der jährliche Kammermusikabend statt, bei dem Musiker meiner Schule auftreten. War gut. Zwar lang und es ging mir eher darum, meine Freunde zu sehen, als der Musik zu lauschen, aber es waren (überraschend) gute Auftritte dabei. Nicht, dass ich gezweifelt hätte, meine Erwartungen wurden nur übertroffen. Zum Beispiel von Marcel, der soooo wunderschön gesungen hat. Ich war regelrecht ergriffen, haha. Ja, ich. Und das will was heißen. Ein weiteres Highlight war natürlich Harri, der Gitarre gespielt hat. Und Basti, der unbeschreiblich gut Schlagzeug spielt, aber da der Raum ziemlich klein und der Aufbau ziemlich Aufwendig ist, hat er Cajon gespielt. Win!
 
Gestern habe ich meine letzte GFS gehalten: Kunst im Nationalsozialismus. Tolles Thema. Ist glaube ich auch ziemlich gut angekommen, da ich nur positives Feedback bekommen habe, und das auch noch von Leuten, mit denen ich normalerweise nie rede.
Nächsten Monat habe ich schon fachpraktisches Abi in Kunst, aber halb so wild, muss man ja nix drauf lernen.
 
Morgen fährt unser Philosophiekurs nach Tübingen zu einem Vortragstag. Bin gespannt und freue mich auf die Fahrt, weil wir extra einen Kleinbus gemietet bekommen haben und ich und Laura viele schöne Texte für die Abizeitung schreiben werden.
Abends gehen wir vielleicht in die Wagenhallen, da läuft Metropolis mit Live-Vertonung. Morgen ist ja die Premiere des Films in ganzer Länge. Falls jemand nicht weiß, von was gerade die Rede ist, der sollte ganz schnell Wikipedia zu Rate ziehen, denn Metropolis ist ein Meilenstein der Filmgeschichte.
 


So sieht mein Kalenderblatt diesen Monat aus. Erinnert an lustigere Zeiten. Please call me only if you are coming home.


veröffentlicht am 10. Februar 2010, 19:12 Uhr von Jenny | 3 Kommentare »
Kategorien: Abendprogramm, Musik, soundso | Tags: , ,

Das wird ein Lesewochenende

Ein komisches Gefühl, auf einmal wieder so was wie Freizeit zu haben, nachdem man die ganzen Ferien nur gelernt und seine GFS vorbereitet hat. Die letzte “Lernarbeit” in diesem Halbjahr ist geschrieben – Mathe, lief schlecht. Yeah… – und nach der Philosophiearbeit nächsten Freitag folgen erst mal ein paar Wochen Verschnaufpause.
Jedenfalls kam ich ganz euphorisch heim (weil ich die schlechte Arbeit verdrängt habe) – und wusste nicht, was ich machen sollte. Harri ging es genauso, hat er mir später erzählt. Naja. Abends ging’s ins Lehmann, endlich mal wieder, auch wenn weder Martin noch Jarkko und Laura dabei waren und ich mit meinem anderen guten Kumpel zur Zeit irgendwie kaum rede. Entsprechend war auch der Abend. Nicht schlecht, aber auch nicht super. Relativ lange Schlange vor dem Club, aber drinnen war es überraschend leer, zumindest hätten wir erwartet, dass es viel voller sein würde, gemessen an den Leuten, die sich anstellten.
Auf dem Hinweg hab ich noch Catha und den großen Bruder eines Klassenkameraden getroffen, haha, dann musste ich wenigstens nicht alleine in die Stadt fahren und warten, bis meine Freunde eintreffen.
Wie gesagt, der Abend war zwar nicht so der Bringer, was ich aber schon vorhergesehen habe, aber dank Harri war es jedenfalls nicht langweilig.  :tongue:
 
Heute war ich zum ersten Mal seit Wochen wieder in der Stadt – mit Harri, haha. Ich hab mein Monatsritual (Batmancomic kaufen) erfüllt und dann sind wir zu Starbucks.
 
Jetzt habe ich genug Lektüre, um das ganze Wochenende durchzulesen: GeoEpoche, GEO, Batman und der neue Band von Kai Meyer. :heart: Bin dann mal lesen.


veröffentlicht am 16. Januar 2010, 19:30 Uhr von Jenny | 8 Kommentare »
Kategorien: Abendprogramm, argh, soundso | Tags: , , , ,
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