Mich haben doch einige Leute gefragt, wie das mit dem Billie Joe Armstrong Typography Portrait, das ich für mein Liebeslyrik-Portfolio für Deutsch angefertigt habe, geht.
Was jetzt folgt, ist keine Schritt-für-Schritt-Anleitung, sondern nur die grobe Erklärung meiner Vorgehensweise. Das war das erste Mal, dass ich sowas gemacht habe, und bestimmt geht es auch einfacher – aber, wie gesagt, es soll keinen ultimativen Leitfaden darstellen, sondern nur erläutern, wie man es machen kann.
Ach ja, ein Bildbearbeitungsprogramm mit Ebenenoptionen ist hier die Vorraussetzung (es sei denn, ihr lasst Schritt 7 aus), genauso wie viel Geduld und Zeit. Ja, es hat sehr lange gedauert.
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Am Mittwoch war Abgabetermin für mein Portfolio – zum Glück, länger hätte ich den Stress kaum ausgehalten. Morgens in der Hektik vorm Losgehen noch schnell bildlich festgehalten, daher ist die Qualität der Bilder auch schlecht und ich hab keine Ahnung, was dieser dunkle Fleck da zu suchen hat, auf der Linse oder so findet sich nämlich nix. Hrmpf.
Mein Portfolio zum Thema “Liebeslyrik” beinhaltet:
- das Cover (logisch, oder?)
- einen Cover Letter zum Thema Liebeslyrik, was so viel wie eine Einleitung mit persönlicher Stellungnahme etc. sein soll, da sind wir alle irgendwie dran verzweifelt
- ein Mind Map zum Thema “Liebe in der Lyrik verschiedener Epochen”
- einen Gedichtsvergleich, was wohl das Herzstück des Portfolios sein sollte. Ich habe “Bewegungslos” von Farin Urlaub mit “Ach Liebste lass uns eilen” von Martin Opitz verglichen (man durfte auch einen Songtext mit einem Gedicht vergleichen). Wir sollten, wenn möglich, zu jedem Teil eine Stoffsammlung, sprich Notizen, verworfene Entwürfe, Gedanken und Erklärungen zur Herangehensweise und zum Schaffensprozess beilegen. Mein Notizblatt für die Interpretation zu “Bewegungslos”:
- eine Autorenbiographie über Emily Dickinson
- ein repräsentatives Gedicht von E. Dickinson: “If you were coming in the fall”
- eine typographische Umsetzung von Liebeslyrik in Form eines typography portraits, zusammengesetzt aus Liebesliedern von Green Day:
- eine fotografische Umsetzung von Liebeslyrik anhand des Songs “Jenny was a friend of mine” von The Killers. Den Songtext hab ich ausgedruckt, in Streifen geschnitten und auf die Bilder geklebt.


außerdem habe ich noch ein paar “Outtakes” hinzugefügt:
- Quellenangaben
und das alles auf 74 Seiten. Jap. Das Binden war noch mal extra stressig.
Am gleichen Tag haben wir übrigens Englisch geschrieben und am nächsten Sporttheorie. Seeeehr unentspannte Woche.
Das einzige, was ich sonst gemacht habe, ist Bass spielen (
) und ein neues Mäppchen für Martin nähen. Sein altes – das er bei mir selbst genäht hat, sogar mit eingesticktem ‘M’! – ist im wahrsten Sinne des Wortes aus allen Nähten geplatzt und hatte nur noch Löcher.
Sein neues ist aus einem alten grauen Hoodie von ihm, den er mir mal gegeben hat zum weiter verarbeiten, innen blau und mit draufgesticktem Affen und Initialien vorne. Und mit subtilem Grunge, ganz wichtig.
“Könntest du sogar auf links drehen und so auch benutzen.” – “Do isch aber koi Äffle drauf.”
Schön gesagt, haha, und dabei ist Martin gar kein Schwabe.
…ja, es ist genug für alle da! :]
Seit heute um ungefähr halb 2 bin ich wieder in Deutschland. Hachja. Ich bin um 12 Uhr direkt von einer Drumline geweckt worden (ohne Witz, hier gab’s so einen Umzug), wie cool ist das denn? Okay, man kann sich jetzt streiten, was cooler ist, die Drumline oder sich gleich morgens an den Strand zu legen und sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. Das Bild kann man sich übrigens in Vollgröße angucken, wenn man draufklickt.

Naja, hier gibt es wenigstens ein sauberes Bad. Und Fenster. 3 von 4 Bungalows hatten nämlich keine Fenster. Das eine bei uns, das man sowieso nicht öffnen konnte und mit Fensterläden verschlossen war, zählt nämlich nicht. Carola und ich haben deswegen auch auf dem ausziehbaren Sofa (*hust*) geschlafen, das im Esszimmer/Küche stand, und haben nachts immer die Verandatür offen gelassen. Und das Bad wurde von Tag zu Tag immer schmutziger, da die Dusche irgendwie ausgelaufen ist und wir nur barfuß oder in Flip Flops gelaufen sind und dementsprechend staubige Füße hatten. Ansonsten kann ich nicht wirklich meckern. Die Kochzeile war ziemlich cool und die Veranda sowieso. Selbstversorgung macht total Spaß, abgesehen vom Abwasch und so. Carola und ich haben meistens mit oder für die Jungs, die ein paar Bungalows weiter untergebracht waren, gekocht. Wir sind sogar mal als Überraschung mit einem Teller Nudeln vorbeigekommen, da Max Love noch Hunger und wir noch Nudeln übrig hatten.
Abends waren wir immer am Strand, Carola, Harri und ich. Wir haben uns in eine ruhige Ecke verzogen, auf Handtücher gelegt, gelabert und den Himmel angeguckt. Ich hab noch nie so viele Sterne und Sternschnuppen gesehen. Zitat Carola, als wieder eine am Himmel war: “Ich hab so viele Sternschnuppen gesehen, ich hab gar keine Wünsche mehr!”
Zweimal sind wir auch einen Weg hoch- und runtergeklettert, der zu einer kleinen, abgelegenen Bucht geführt hat. Mensch, war der steil. Hat mich total an das Abenteuer mit Martins “Abkürzung” erinnert, nur ohne Dornensträucher. Einmal haben wir uns Decken zur Bucht mitgenommen und haben da am Strand geschlafen. Als wir dann den Weg bei Tageslicht gesehen haben, fanden wir es total erstaunlich, dass uns nichts passiert ist.
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