Genau so sah der Ort, an dem wir uns am Sonntag aufgehalten haben, aus: Wie ein Drogenlabor oder eine Geldwäscherei. Das wäre aber ziemlich makaber gewesen, immerhin saßen wir den halben Tag im Keller der Grundschule Stammheim. Und da das jetzt etwas seltsam klingt (aber sehr gut zu uns passen würde!), hole ich etwas weiter aus.
Im Zuge des Deutschportfolios, das wir zum Thema Liebeslyrik anfertigen müssen, gilt es, zwei Aufgaben kreativ umzusetzen. Die eine habe ich fast fertig, die andere wurde am Sonntag beendet. Meine Idee war es, den Killers-Song Jenny was a friend of mine mit Fotos umzusetzen. Das Resultat ist echt umwerfend, dank den tollen Schauspielkünsten von Harri, Max und Jarkko. Dank Lauras Mama durften wir den Keller der Grundschule als Location nehmen.
Da ich ja am Sonntag Geburtstag hatte, hat der Tag mir doppelt Spaß gemacht; mit den liebsten Freunden an ‘nem obskuren Ort rumhängen, wem gefällt das nicht? Dank dem Laptop hatten wir Musik und dank mir Schoko-Banane- und Apfel-Zimt-Muffins, die im Nu weg waren. Und von Laura habe ich ein total schönes Geschenk bekommen, vielen vielen Dank nochmal, leider kann ich zur Zeit kein Foto machen, da meine Cam in Reperatur ist.
Jedenfalls war es einer der besten Geburtstage, die ich hatte (gut aussehende junge Männer in Anzügen, was will man mehr?) dank Martin, Laura, Max, Harri und Jarkko. Danke, ihr seid die Besten!
Am Freitag wird erst mal im Lehmann nachgefeiert, in die Ferien reingefeiert, wie auch immer. Haben wir uns verdient, die Klausur über Kafkas “Der Prozess” heute war doof (bzw., in Harris und Max’ Fall, über Goethes “Faust”, und ich hätte so gerne getauscht!).
Mein wissbegieriges Ich freut sich jetzt über den Genuss des GEO-Abonnements und macht es sich mit der Novemberausgabe gemütlich. Cheerio!
Jap, zum Bäcker Bier trinken, und das um halb zehn Uhr morgens. Aber der Reihe nach.
Gestern wurde im Stuttgarter Rathaus ein Abend mit der Thematik der Städtepartnerschaft Stuttgart – Brünn (Tschechien) veranstaltet. Im Rahmen dieses Projektes gab es vor einer Weile einen Fotowettbewerb, bei dem man seine Stadt in Bildern vorstellen sollte. Marcel und ich haben also fleißig Fotos geschossen und diese eingesendet, wie schon mal erwähnt. Martin, Laura und ein Schulkamerad waren ebenfalls involviert.
Lange haben wir nichts mehr gehört, bis uns eben gestern Abend durch den Chorleiter unserer Schule Bescheid gegeben wurde, dass wir um 19 Uhr ins Rathaus kommen sollen, weil wir einen Trostpreis gewonnen haben. Klingt doch nicht schlecht, oder? Die Konkurrenz ist schließlich groß. Hust.
Marcel hat mich daheim angerufen und mit Bescheid gesagt – Laura, Ueli und Martin konnten nicht. Anschließend wurde ich noch eine gute halbe Stunde von Max vollgequatscht, der bei Marcel war.
Umgezogen, aufgelegt, losgelaufen (ja, in der Reihenfolge). Zu dritt haben wir also noch ein bisschen bei Marcel gechillt, bevor wir los sind. Max hatte allerdings keine Lust, Ersatz für Martin zu spielen, und hat sich abgeseilt. Pech, wie sich später rausstellen sollte. :P
Die eigentliche Veranstaltung war recht kurz: ein paar Reden wurden gehalten, zweimal hat eine Band (‘School of Rock’) gespielt und die Sieger des Fotowettbewerbs wurden auf die Bühne gebeten, während die Bilder präsentiert wurden (man sollte seine Bilder in einer Powerpoint-Präsentation einschicken). Tja, was soll ich sagen – scheinbar waren Marcel und ich die einzigen, die wirklich fotografiert haben. Ich zieh mir n paar Bilder aus’m Internet und gewinne den Fotowettbewerb, is klar. Was für ne Verarsche! Wir haben uns so viel Mühe gegeben, haben uns durch Dornen gekämpft und verschwundene Stativteile (das Stativ hat nicht uns gehört!!) gesucht und das mitten in der Nacht, um nen bescheuerten Trostpreis zu bekommen, während andere irgendwelche Zeichnungen aus dem 18. Jahrhundert und Grafiken, auf denen einfach “Stuttgart21″ steht bei einem Fotowettbewerb einsenden und gewinnen! Argh!!
Wir waren so wütend, dass wir uns einfach ohne den Trostpreis abzuholen ins obere Stockwerk verzogen haben, denn da gab’s Essen gratis. Und Saft. Und Wein. Und Wulle-Bier. Tja, Max wollte ja lieber nach Hause gehen. Hätten wir das gewusst, wäre er bestimmt mitgekommen und Martin auch. Aber hey, da ich “viel zu nett” bin, wie ich von Mr Love immer zu hören bekomme, habe ich drei Flaschen eingepackt. Fotowettbewerb my ass. Marcel wollte noch etwas mit den Tschechen, die er schon von Chorfreizeiten kannte, unternehmen, ich nicht, also hab ich mich auf den Weg gemacht. Vorher musste ich aber noch den Gitarristen der Band ausfindig machen, hach, der hatte so ne tolle Gitarre.
(Genau darum ging’s auch – was für eine Gitarre er spielt wollte ich wissen.)
Heute in der großen Pause hab ich die Flaschen dann Laura, Martin und Max ausgehändigt. Spontanentscheidung: Ab zum Bäcker. Bier hat dann aber keiner getrunken.

Überraschenderweise musste unser Mathelehrer früher gehen und so hatten wir über eine Stunde Zeit für Blödsinn. Da Max auch eine Freistunde hatte, haben wir entschlossen, ihn daheim zu besuchen – ganz à la MTV Cribs. Wir stehen also vor seiner Haustür, Carola und Marcel hinter mir, ich die Kamera in der Hand, Martin klingelt, Tür wird aufgemacht und statt Max steht seine Mutter da.

Zum Glück sind wir nicht gleich reingestürmt, haha.
Max war nicht da, hat uns aber die Erlaubnis gegeben, irgendwann mal nachts mit Kameras zu klingeln – vorrausgesetzt, er hat sturmfrei. Sowas muss man uns nicht zweimal sagen…

Während ich um halb neun auf dem Fensterbrett im vierten Stock sitze, den Rücken gegen den Fensterrahmen, kommt mir unwillkürlich der Gedanke, dass die Sache mit dem Todestrieb gar nicht so unwahr sein kann und die Menschen ihn nur verschieden und verschieden intensiv ausleben.
Jetzt ist es aber vorbei mit Fensterbrettgesitze weil mein Mathekurs aus ist. Juhu, was für ein toller Ausblick auf ein weiteres Jahr mathematischer Wirrnisse und Hörstürze. “Jenny… Ich hab Angst”, haha.
Ja, gute Miene zum bösen Spiel, as always.
Die nächste Woche wird ziemlich ereignislos bis langweilig, schätze ich. Laura ist nicht da, Marcel ist nicht da, aber vielleicht kann ich ja Martin überreden, was mit mir zu machen. Vielleicht auch nicht. Außerdem sollte ich noch was für meine GFS bzw. das Portfolio über Liebeslyrik machen – ich hab da schon ein paar Ideen und ich freu mich so auf die Umsetzung, vor allem weil Martin eingewilligt hat mitzumachen!
Jetzt muss ich nur noch Harri und Max Love überzeugen. Aber mehr darüber erzähle ich, wenn es so weit ist – verraten sei nur, dass es mit Fotos und einem coolen Lied von The Killers zu tun hat.
Ich versuche gerade etwas Zeit zu gewinnen bevor ich ins Bett gehe, weil mein Zimmer nach Spraypaint stinkt. Ich arbeite gerade an einem neuen Oberteil und um dem Artwork des 21st Century Breakdown-Albums von Green Day gerecht zu werden, braucht es eben Textil-Graffiti. Oder so. Der Gerucht hat sich in dem Teil festgesetzt, das ich heute Mittag genäht habe, obwohl ich das im Keller besprüht habe.
Bilder gibt’s nach Fertigstellung.
Vor einer Weile habe ich ja die GEOepoche über die Deutsche Romantik erwähnt – und dass ich die nächste Ausgabe auch gern hätte.
Was macht man da? Richtig, man kauft sie sich einfach. Mit DVD gegen Aufpreis, aber was soll’s, das ist es wert. Durch eine Verkettung von Zufällen hatte ich die neue Ausgabe dann doppelt und hab deswegen eine Martin geschenkt, weil ich weiß dass er Geschichte mag und das Thema ihn bestimmt interessiert, weil hey, immerhin geht es um Stalin.
Angefangen hab ich allerdings noch nicht, ich lese noch an der Deutschen Romantik (plus “Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr Hyde” von Robert Louis Stevenson, ausgeliehen von Laura).
Demnächst – der zumindest in absehbarer Zeit – kommen die Icons auch wieder on. Dauert noch etwas, weil ich mich mit dem Templates beschäftigen und neu sortieren und ausmisten muss. Geduld!
Mein Zimmer ist jetzt genug ausgelüftet und die Temperatur ist entsprechend niedrig. Von einem Tag auf den anderen ist es Herbst geworden, habe ich das Gefühl. Jedenfalls: Gute Nacht allerseits!
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