Mittwoch
03. August
2011

2 Meter Romantik

Ich glaube, mit Kleidern und Röcken kann ich mich doch anfreunden. So mal zwischendurch als Ausnahme, um den Jeans- und Hosenalltag zu durchbrechen. Und, natürlich, wenn ich mich mal schick machen will (was mit Hosen aber auch ziemlich gut geht).

Es begab sich, dass ich auszog, Stoff zu kaufen, allerdings hatte ich damit ursprünglich etwas Anderes im Sinn. Ich wollte für den Sommerurlaub einen Overall nähen, Jumpsuit werden sie ja auch genannt, allerdings fand ich keinen Stoff, der meinen Vorstellungen was Material, Muster und vor allem Preis betraf entsprach. Online bestellen war mir wegen der Versanddauer zu heikel.
Letztendlich habe ich dann zwei Meter Stoff mitgenommen. Dunkelrosa mit naturfarbenem Blumenmuster drauf. Etwas ungewohnt für mich, aber gut.
Daheim habe ich dann überlegt, was ich aus den zwei Metern rausholen könnte – meine Wahl fiel schließlich auf das altbewährte Muster für ein Sommerkleid, das ich auch schon in Polkadot-Variante genäht habe und gerne anziehe (besonders zu eigenen Theaterpremieren :) ). Luftig und bequem, das kommt auf jeden Fall mit in den Urlaub. Und mit Strumpfhose und Cardigan oder so ist es auch noch im Herbst tragbar.

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Die Farbe täuscht auf dem Bild und ist in Wirklichkeit um einiges dunkler und nicht so quietschrosa. Das tolle an dem Schnittmuster ist auch, dass man erstaunlich wenig Stoff benötigt. Gut, für den Rockteil natürlich ein gutes Stück, aber den kann man ja auch kürzer und nicht so weit machen, da spart man auch.
Ich hatte allerdings kein passendes Garn, also habe ich perlweißes verwendet, was fast identisch mit der Farbe des Blumenmusters ist. Die Knöpfe stammen von einem alten Hemd meines Bruders, das er mir freundlicherweise überlassen hat. :) (Auf dem Bild unten ist die Farbe schon etwas treffender.)
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Ich weiß, meine Zimmertür ist ein ziemlich langweiliger Bildhintergrund, aber verträumte Bilder mit der Sonne im Rücken auf einem einsamen Feld zu machen war mir zu viel Arbeit – Anerkennung denen, die sich diese Mühe machen. Mir wäre das aber auch irgendwie, naja, zu inszeniert und unehrlich vorgekommen. Als würde ich mit so einem Kleid auf einem Acker rumlaufen – wohl eher in Turnschuhen und Sporthose.
Wie ihr sehen könnt habe ich mir einen Fernauslöser für meine Kamera besorgt – super Teil. Erleichtert das Fotos machen wirklich ziemlich in Sachen Fokus und so.

Was ich aus dem restlichen Stoff gemacht habe zeige ich demnächst. Allerdings gibt es zu meinem Ballonkleid auch ein Update – weil die Nähmaschine schon mal warm war habe ich auch gleich das Gummi bei dem Kleid ausgetauscht. Ich habe im Wühlkorb des Stoffladens breiten Gummi entdeckt, den habe ich dafür genommen und tada, das Kleid sitzt viel besser und bequemer. Außerdem habe ich noch schnell einen “Gürtel” selbst gemacht, ich wollte eigentlich silberne oder am liebsten schwarze Schließen, aber es gab nur goldene, damit kann ich auch leben:
Ballonkleid 2.0

Dieser Gummibandgürtel lässt sich natürlich auch zu übergroßen Oberteilen (die ca. 65% meines Kleiderschranks ausmachen) tragen. Dass das Kleid in Wirklichkeit viel mehr nach lila aussieht möchte ich auch noch kurz erwähnen. Nein, ich rede die Sachen nicht schön und lüge euch auch nicht an. ;)

Dienstag
19. Juli
2011

Projekt Ballon

Von der inspirierenden Wirkung, die Burda-Hefte auf mich haben, habe ich ja bereits mehrfach berichtet. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich sechs Hefte (zweimal Burda easy fashion und viermal Burda Style) in meinem Besitz, was auch noch eine Weile so bleiben wird, wenn ich mir die Vorschau auf das August-Heft so angucke. Da ist nichts dabei, was mich begeistern kann oder was ich nicht aus den Schnitten meiner anderen Hefte zusammenschustern könnte.
Überhaupt ist mir aufgefallen, dass sich bestimmte Arten von Schnittmustern und Details wiederholen. Was ja nicht unbedingt schlecht und auch bei so einem langlebigen Magazin wie Burda nachvollziehbar ist und mir die Entscheidung, ob ich ein Heft kaufen soll oder nicht, ziemlich erleichtert.

In meinem Kopf hat sich langsam eine Idee manifestiert, vielleicht, weil sich in den letzten Paar Heften wie gesagt eine bestimmte Art Klamotte immer wiederholte.

Im Juni-Heft (6/11) konnte man dieses Ballonkleid finden, das mir ziemlich gut gefallen hat und ich auch schon nachgenäht habe:

Ich finde es sehr gut, wenn Burda Modelle in mehreren Ausführungen abbildet. Manchmal kann ich mich mit Modellen absolut nicht anfreunden, wenn ich die Fotos im Heft sehe, da mit Stoff und/oder Styling nicht gefallen. Wenn ich dann sehe, was andere Burda-Leser aus den Schnitten machen, bin ich immer wieder überrascht, wie gut das fertige Teil aussieht, und auch eher gewillt, dem Schnitt eine zweite Chance zu geben.
Das Ballonkleid gefällt mir in allen drei Ausführungen – Schnittmuster ist hier immer das gleiche – ziemlich gut, wobei ich das mittlere Kleid für mich als am alltagstauglichsten einstufen würde.
(Am Rande – das Ballonkleid war zusammen mit unter anderem dem Bikini-Schnitt der Grund für den Kauf des Heftes. Den Bikini habe ich auch bereits nachgenäht, allerdings mit einheitlichem Oberteil und Hose. Rote Polkadots. Davon gibt es allerdings kein Bild, nur von der Burda-Version:


Den Schnitt für die Bikinihose habe ich schon öfters verwendet, allerdings eher für Unterwäsche. :tongue: Schöner wandelbarer Basisschnitt, so gefällt mir das.)

Das Heft 12/09 habe ich neulich extra über den Kundenservice bei Burda angefordert. Diese Capes! Traumhaft. Das hat wirklich Nachmachwert, allerdings bezweifle ich, dass ein Cape für mich die richtige Wahl wäre. Ich habe etwas Angst, dass mir eine Jacke ohne Ärmel zu umständlich ist und etwas für feine Anlässe brauche ich nicht, so viele kommen da im Jahr wahrlich nicht zusammen. Besonders gefällt mir neben dem sportlichen Cape das im Ballon-Stil (linke Seite). Das gesamte Teil finde ich wirklich gelungen, auch wenn mir der pinke Duchesse-Stoff zu schickimicki für den Alltag wäre. Aber nichts, was ich nicht anziehen würde, im Gegenteil. Die Kapuze ist ein weiterer Pluspunkt.
Mehr Bilder und noch mehr Text (ja, auch von meiner Kreation) →

Mittwoch
15. Juni
2011

Das Geldbeutel-Hosentaschen-Dilemma-Update

Ich weiß noch, wie toll ich es immer fand, meinen selbstgenähten Batman-Geldbeutel an der Kasse des Comicshops aus den Untiefen meiner Tasche hervorzuzerren. Im Laufe der Zeit hat sich das geändert, einerseits, weil der Comicshop, zu dem ich immer gehe, drastisch reduziert wurde und umgezogen ist und sich jetzt eigentlich gar nicht mehr Comicshop nennen kann, weil es sich um eine Ecke im Keller des Karstadts handelt, in dem auch Faschingssachen und stark reduzierte Klamotten für die Zielgruppe ältere Menschen angeboten wird. Uncool.
Der zweite Punkt ist wohl, dass der Geldbeutel mittlerweile so aussieht:
Worn out

Auch uncool. Der Druck auf der Plastiktüte, die ich verschmolzen habe, hat sich schon nach circa zwei Monaten verabschiedet gehabt. Ich weiß, da liegt immer noch ziemlich viel Zeit zwischen “mein Geldbeutel sieht aus wie ein Stück Plastikmüll” und “ich nähe einen neuen Geldbeutel”, aber seinen Zweck hat er ja noch erfüllt, was ja die Hauptsache ist. Zwischendurch habe ich auch versucht, eine Batman-Plastiktüte mit transparenter Folie zu verschmelzen, dass der Aufruck vor Abrieb geschützt ist, aber das Plastik ist so steif geworden, dass ich es nicht mehr verarbeiten konnte. Ich warte geduldig, bis mir eine durchsichtige Plastiktüte über den Weg läuft. Bis dahin habe ich eine Übergangslösung geschaffen; der alte Geldbeutel ist mittlerweile ziemlich ausgeleiert und die Karten und Ausweise fangen an, aus den Fächern zu fallen, wenn ich ihn in meiner Tasche liegen habe.

Money Love Power

Money Love Power
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