Young loves pleases you easy, makes you sick in a bad way

Zwischen Kaiserreich und Diktatur.

Das Abi in Baden-Württemberg ist so gut wie rum; Freitag war mein letzter Schultag. Ich freue mich nicht, bin aber auch nicht traurig. Es ist so eine egal-Stimmung, ich bin gern zu Schule gegangen, alles in allem, weil ich gerne Dinge dazulerne. Vielleicht nicht mathematische, vielleicht nicht physikalische, aber es gab viele Fächer, die ich gerne hatte, mal nur so die Fächer für sich betrachtet. Es gibt ja auch Lehrer, die einem das Lieblingsfach versauen können.
Andererseits bin ich unglaublich froh, bestimmte Leute in den nächsten Jahren nicht wieder sehen zu müssen. Die beiden Aspekte neutralisieren sich anscheinend, anders kann ich mir nicht erklären, warum es mir relativ egal ist.

Gestern mussten wir um acht Uhr in der Schule erscheinen, um unsere Abiturnoten und Themen der mündlichen Prüfung entgegen zu nehmen. Ich hab mich darauf eingestellt, länger warten zu müssen, ich bin mit W am Ende der alphabetisch geordneten Klassenliste. Um neun Uhr sollte die nächste Klasse dran sein, tja, da standen wir auch noch dran und haben gewartet.
Nach zwei Stunden war es dann so weit und nach zwei Minuten in dem Besprechungszimmer war ich schon wieder draußen. Ist ja schön wenn man sich für Leute Zeit nimmt, aber es ist auch nicht gerade fair, wie ich finde, Leute zwei Stunden warten zu lassen und sie nach vier gewechselten Sätzen wieder zu entlassen. Die Klasse, die nach uns dran war, hat ja auch komplett eine Stunde warten müssen, bevor sie überhaupt anfangen konnte.
Aber okay, das Schulgelände wurde schnellstmöglich verlassen und die Staatsbibliothek Stuttgart angestrebt. Wir haben das Ordnungssystem nicht wirklich durchschauen können und die Bücher, die wir gesucht haben, waren teilweise irgendwo verschollen, aber nach einigem Aufregen hab ich schließlich doch was zum Thema Kunst in der Weimarer Republik ausleihen können (dank dem Büchereiausweis von Carolas Schwester).
Jetzt wisst ihr, was ich die nächste Woche lang mache, nächsten Montag ist Prüfung.


veröffentlicht am 22. Juni 2010, 9:52 Uhr von Jenny | 1 Kommentar »
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Es könnt mir nichts egaler sein.

In letzter Zeit war ich mal wieder am Schaffen, wie es sich für Schwaben halt gehört. Und da mir die WM genauso egal ist wie das Finale von GNTM, Popstars und DSDS, iPads sowie sämtliche Banner dieser Internetcommunity Dshini, die mich seit Neuestem aus jeder Signatur und jedem Blogpost anspringen, sitze ich auch nicht vor dem Fernseher oder tröte in der Gegend rum, nein, ich hab mal wieder versucht etwas kreativ zu sein.
Hat ganz gut geklappt.
Zuerst wurde mein Nachtschrank (ein “Tischchen” ist das nicht wirklich) abgeschliffen und cremeweiß lackiert, in dem gleichen Ton wie meine Gitarre, ich hatte noch Farbe übrig. Bilder mache ich, wenn mein Boden gesaugt ist. Laminat frustriert mich, da saugt man und einen Tag später sieht’s wieder genauso aus wie vorher.
Dafür gibt’s jetzt Bilder von dem, na ja, Buch das ich gemacht habe. Ich hab ne Aufbewahrungsmöglichkeit für meine Gitarrensongzettel gesucht, und dachte dass man die in nem Buch auch überall hin mitnehmen kann.
Das ist nicht die ganze Wahrheit »


veröffentlicht am 13. Juni 2010, 20:53 Uhr von Jenny | 3 Kommentare »
Kategorien: goldenes Handwerk, soundso | Tags: ,

Sonne, Brückentag, Königstraße

oder: ziemlich toll wenn jemand an einen denkt
 
Nachdem es fast die ganze Woche gepisst aus Eimern gegossen hat, ist es heute auf einmal so warm, dass man um acht Uhr morgens schon kurze Hosen und T-Shirt tragen kann und eine Sonnenbrille auch nicht unbedingt verkehrt wäre. Ich persönlich liebe es, kurze Hosen und T-Shirts zu tragen, bin aber andererseits auch kein Sonnenanbeter, halte mich lieber im Schatten auf und mehr als 25 Grad bräuchte es wenn’s nach mir ginge gar nicht werden. Und wenn doch sollte es wenigstens abends und nachts kühl sein (Giglio, du bist einfach perfekt. Seufz.).
Heute war ich zum ersten Mal seit dem Mädchenflohmarkt wieder in Stuttgart-Mitte; das ein und andere will schließlich gekauft werden. Was heißt will. Ich wollte das ein oder andere kaufen, so. Hier ist übrigens ein Bild von mir und Laura, das von uns gemacht wurde, weil wir so cool aussahen. Schon erstaunlich, dabei hatten wir nicht mal ne Leggins oder so an. Aber zurück zum Thema Stuttgart.
Heute ist ein Brückentag, kombiniert mit dem guten Wetter heißt das also total überfüllte Königstraße, für mein Empfinden. Ja, gut, ich geb’ es zu, ich kann nicht einkaufen gehen ohne mindestens einmal allen anderen Anwesenden die Syphilis und andere Krankheiten, am besten tödlich, an den Hals zu wünschen, damit keiner mehr dumm in Weg rumsteht oder Müll labert, jemand endlich die nervige Kaufhausmusik ausschaltet und ich nicht vor jedem Kaufhaus von einer Wolke Zigarettenqualm begrüßt werde, bevor mir dann der Kopfschmerz heraufbeschwörende penetrante Duft aus der Parfümerieabteilung, die sich in den meisten Kaufhäusern, die mir bekannt sind, am Eingang befindet, in die Nase steigt. Wahrscheinlich trägt meine eigene Schusseligkeit dazu bei, dass ich mich in Menschenmassen nicht wohl fühle – socially awkward penguin ist praktisch auf mich zugeschnitten.
Entsprechend genervt bin ich am Schlossplatz vorbeigekommen, wo die Wiese von allen möglichen Leuten regelrecht besiedelt war. Bei dem Wetter wäre ich viel lieber an nem ruhigen See oder so was, anstatt in der Sonne zu hocken und nicht mal seine Ruhe zu haben. Sich da zu bräunen (oder was auch immer der Reiz ist) find ich nicht so prickelnd, auch wenn man eine wunderbare Aussicht auf das Neue Schloss hat. Aber ich find Bräunen generell nicht prickelnd, weil meine Haut so hell ist, dass sie die Sonne reflektieren muss, zumindest war das der Erklärungsversuch eines Kumpels auf die Frage warum ich nie braun werde. Und doof in der Hitze rumzuhocken bewirkt bei mir in der Regel Kopfschmerzen. Das einzige Highlight, falls man das so nennen kann, war bis dahin der Typ mit dem T-Shirt auf dem “Black Holes suck” stand, also mehr das T-Shirt als der Typ, bei solcher Nerdigkeit muss ich immer grinsen. Aus Sympathie.
Am Comicladen angekommen hatte ich gar keine Lust mehr auf irgendwas. War sowieso der letzte Punkt (von dreien) auf meiner Liste. Also schnell den Batman-Sonderband geschnappt und bezahlt. Bevor ich den Band in die Tasche packen kann, holt mein Lieblingscomictyp eine Plastiktüte unter der Kasse hervor – eine Batmantüte!
“Extra für dich bestellt.”
Was denkt ihr, wie grinsend ich aus dem Laden raus marschiert bin. (Die Tüten gab’s gaaaanz früher auch immer, dann nur so stinknormale Karstadt-Tüten, die ich aber nie wollte, wozu brauch ich so ne hässliche Tüte, wenn ich sowieso ne Tasche dabei hab? Aber bei ner Batmantüte ist das was anderes, die kann ich sogar wiederverwenden, wenn ich damit fertig bin gibt’s Bilder. NEIN ich bin kein Messie oder so, danke.)


veröffentlicht am 4. Juni 2010, 18:24 Uhr von Jenny | 1 Kommentar »
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