Am Mittwoch war Abgabetermin für mein Portfolio – zum Glück, länger hätte ich den Stress kaum ausgehalten. Morgens in der Hektik vorm Losgehen noch schnell bildlich festgehalten, daher ist die Qualität der Bilder auch schlecht und ich hab keine Ahnung, was dieser dunkle Fleck da zu suchen hat, auf der Linse oder so findet sich nämlich nix. Hrmpf.
Mein Portfolio zum Thema “Liebeslyrik” beinhaltet:
- das Cover (logisch, oder?)
- einen Cover Letter zum Thema Liebeslyrik, was so viel wie eine Einleitung mit persönlicher Stellungnahme etc. sein soll, da sind wir alle irgendwie dran verzweifelt
- ein Mind Map zum Thema “Liebe in der Lyrik verschiedener Epochen”
- einen Gedichtsvergleich, was wohl das Herzstück des Portfolios sein sollte. Ich habe “Bewegungslos” von Farin Urlaub mit “Ach Liebste lass uns eilen” von Martin Opitz verglichen (man durfte auch einen Songtext mit einem Gedicht vergleichen). Wir sollten, wenn möglich, zu jedem Teil eine Stoffsammlung, sprich Notizen, verworfene Entwürfe, Gedanken und Erklärungen zur Herangehensweise und zum Schaffensprozess beilegen. Mein Notizblatt für die Interpretation zu “Bewegungslos”:
- eine Autorenbiographie über Emily Dickinson
- ein repräsentatives Gedicht von E. Dickinson: “If you were coming in the fall”
- eine typographische Umsetzung von Liebeslyrik in Form eines typography portraits, zusammengesetzt aus Liebesliedern von Green Day:
- eine fotografische Umsetzung von Liebeslyrik anhand des Songs “Jenny was a friend of mine” von The Killers. Den Songtext hab ich ausgedruckt, in Streifen geschnitten und auf die Bilder geklebt.


außerdem habe ich noch ein paar “Outtakes” hinzugefügt:
- Quellenangaben
und das alles auf 74 Seiten. Jap. Das Binden war noch mal extra stressig.
Am gleichen Tag haben wir übrigens Englisch geschrieben und am nächsten Sporttheorie. Seeeehr unentspannte Woche.
Das einzige, was ich sonst gemacht habe, ist Bass spielen (
) und ein neues Mäppchen für Martin nähen. Sein altes – das er bei mir selbst genäht hat, sogar mit eingesticktem ‘M’! – ist im wahrsten Sinne des Wortes aus allen Nähten geplatzt und hatte nur noch Löcher.
Sein neues ist aus einem alten grauen Hoodie von ihm, den er mir mal gegeben hat zum weiter verarbeiten, innen blau und mit draufgesticktem Affen und Initialien vorne. Und mit subtilem Grunge, ganz wichtig.
“Könntest du sogar auf links drehen und so auch benutzen.” – “Do isch aber koi Äffle drauf.”
Schön gesagt, haha, und dabei ist Martin gar kein Schwabe.
Was für ein Tag! Also gestern. Heute ist, wie man vermuten kann, noch nicht wirklich Erwähnenswertes passiert.
Angefangen hat der Freitag mit meiner Kunst-GFS: ich habe zusammen mit einer Klassenkameradin eine Performance zu Carpe Diem/Vanitas gemacht. Viel Stress für 15 Punkte, also hat sich’s wohl gelohnt. Meine Lehrerin war so begeistert, dass sie uns am liebsten mehr als 15 Punkte gegeben hätte.

Martin durfte auf meinen Wunsch auch zugucken, obwohl er eigentlich Geschichte gehabt hätte. Später kam seine Lehrerin – die auch unsere Klassenlehrerin ist – mit dem ganzen Geschichtskurs, weil sie die Performance auch gerne gesehen hätte. Also haben wir das ganze noch mal vorgeführt.
Nach der Schule war ich so k.o., dass ich nach der Fahrstunde heim kam, duschen gegangen bin (um endlich die letzten Reste des Totenkopf-Make Ups loszuwerden) und mich ins Bett gelegt habe. Jedoch nicht für lange, weil mein Handy geklingelt hat. Es war Martin: “Hast du Lust zu jammen?” Was für eine Frage!
Zwanzig Minuten später standen Martin, sein Verstärker und seine Gitarre in meinem Zimmer. Jammen mit Kaffee und Kuchen, haha. Gespielt haben wir z.B.
Jesus of Suburbia von Green Day oder
Atwa von SOAD. Verdammt praktisch, wenn man Bass spielt und der beste Freund Gitarrist ist.
Ins Lehmann ist Martin diesmal leider nicht mitgekommen, aber ich war heute auch nicht sonderlich lange da. War immer noch ziemlich kaputt vom GFS-Stress und hatte keine Lust, möglicherweise bei dem Regen wieder heimlaufen zu müssen, weil Max und Co. auf einmal einfällt, dass sie gehen wollen und kein Bus mehr zu mir fährt.
War aber bis auf ein paar Ausnahmen sehr cool diesmal. The Pogo Brothers live @ Lehmann, haha.
Pläne für’s Wochenende: Lernen und mein Portfolio machen. Klingt doch gut. Nicht. Außerdem muss ich mir noch
1984 von Martin ausleihen; ist unsere neue Schullektüre.
Dieser Freitagabend hat mich sehr an den von letzter Woche erinnert… Auf gute sowie auf schlechte Weise.
Standardgemäßg ging die Frage “Freitag Lehmann?” um, die von allen üblichen Verdächtigen bis auf Jarkko (der krank ist) und Laura (die schon etwas vorhatte) mit “muss” beantwortet wurde. Gut so!
Gegen 21.15 Uhr habe ich mich mit meinem besten Freund im Stuttgarter Hauptbahnhof getroffen, weil wir schlecht abgesprochen waren. Normalerweise komme ich zu ihm, wir chillen ein bisschen und gehen dann los.
Martin traf also ein, nachdem ich bereits von etlichen Personen angesprochen worden war (u.A. meine coole Kunstreferendarin
und einer Amerikanerin mit Schnapsfahne
) und weiter ging’s Richtung Berliner Platz.
Wie letzte Woche auch: Erst in den Rewe, Bier für Martin kaufen, dann anstellen und Leute beschimpfen, die sich vordrängeln. Ausweise vorzeigen. Ich wurde sogar vom Kontrolleur wiedererkannt. “Ah, Jennifer, hallo.”
Haha, cool.
Weil wir erst zu zweit waren standen wir noch etwas draußen. Die Stimmung war echt cool weil wir beide richtig gut drauf waren, außerdem kam Yannick nach einer Weile noch dazu. (Auch hier sehe ich Parallelen zu letzter Woche.)
Komischerweise war der Rest von uns schon im Lehmann, als wir rein sind, aber wir hatten keine Zeit für Begrüßungen, weil kaum dass wir an der Bar standen wir auch schon unsere Getränke hatten. Wow, Rekordzeit. Und da die anderen schon längst drin waren, während wir draußen standen, hatten wir auch Sitzplätze.
Nur wurde Martin dauernd von irgendwelchen Typen angelabert, haha, Abräumer des Abends halt. (Nein, er fand das nicht ganz so cool – zum Glück kann er über fast alles lachen
) Catha hat von uns auch ein Bild gemacht, sobald das auf der Lehmann-Homepage hochgeladen wurde, stell ich es noch rein.

Dankeschön, Catha! <3
Jedenfalls! Die Stimmung war richtig super und der Abend versprach echt grandios zu werden – genau wie letzte Woche – und als Yannick und Martin sich verabschiedet haben, da beide noch auf einem Geburtstag eingeladen waren, war das zwar schade, aber hey, Harri, Max und der Rest war ja auch noch da. Diesen Freitag habe ich sogar, im Gegensatz zu letztem Freitag, wieder eine “Therapiesitzung” mit Max gehabt, ja ich habs vermisst.

Nur war die abrupt zu Ende, als Dani auf einmal meinte “wir gehen jetzt” – “wer ‘wir’?” – “Ja alle.”
Öh…
Wie 16jährige, die vor 24 Uhr aus der Disco müssen. Meinen letzten Bus hätte ich auf keinen Fall mehr erwischt und der erste Nachtbus wäre erst in einer Stunde gekommen. Ich hatte also zwei Optionen:
1) Alleine im Lehmann die Zeit bis zum Nachtbus absitzen oder
2) Mitgehen und nach Hause laufen.
Also hat dieser Freitag ein genauso
lames (“lame” – we

English) Ende gefunden wie der letzte und ich bin vom Bahnhof Zuffenhausen nach Hause gelaufen, und ich wohne ganz am Rand von Stuttgart.
Die nächsten Male verkrümel ich mich dann mit Martin und Yannick, wenn sie wieder früher gehen, dann bekomme ich den letzten Bus wenigstens noch.
Fazit: Der Abend war im Grunde genauso lame wie der letzte Woche und ich verstehe nicht, warum alle um halb zwölf aufspringen und auf einmal gehen wollen, wobei wir doch sonst immer bis 3 Uhr geblieben sind.
I’m off, Erdkunde lernen.
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