Projekt Ballon
Von der inspirierenden Wirkung, die Burda-Hefte auf mich haben, habe ich ja bereits mehrfach berichtet. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich sechs Hefte (zweimal Burda easy fashion und viermal Burda Style) in meinem Besitz, was auch noch eine Weile so bleiben wird, wenn ich mir die Vorschau auf das August-Heft so angucke. Da ist nichts dabei, was mich begeistern kann oder was ich nicht aus den Schnitten meiner anderen Hefte zusammenschustern könnte.
Überhaupt ist mir aufgefallen, dass sich bestimmte Arten von Schnittmustern und Details wiederholen. Was ja nicht unbedingt schlecht und auch bei so einem langlebigen Magazin wie Burda nachvollziehbar ist und mir die Entscheidung, ob ich ein Heft kaufen soll oder nicht, ziemlich erleichtert.
In meinem Kopf hat sich langsam eine Idee manifestiert, vielleicht, weil sich in den letzten Paar Heften wie gesagt eine bestimmte Art Klamotte immer wiederholte.
Im Juni-Heft (6/11) konnte man dieses Ballonkleid finden, das mir ziemlich gut gefallen hat und ich auch schon nachgenäht habe:

Ich finde es sehr gut, wenn Burda Modelle in mehreren Ausführungen abbildet. Manchmal kann ich mich mit Modellen absolut nicht anfreunden, wenn ich die Fotos im Heft sehe, da mit Stoff und/oder Styling nicht gefallen. Wenn ich dann sehe, was andere Burda-Leser aus den Schnitten machen, bin ich immer wieder überrascht, wie gut das fertige Teil aussieht, und auch eher gewillt, dem Schnitt eine zweite Chance zu geben.
Das Ballonkleid gefällt mir in allen drei Ausführungen – Schnittmuster ist hier immer das gleiche – ziemlich gut, wobei ich das mittlere Kleid für mich als am alltagstauglichsten einstufen würde.
(Am Rande – das Ballonkleid war zusammen mit unter anderem dem Bikini-Schnitt der Grund für den Kauf des Heftes. Den Bikini habe ich auch bereits nachgenäht, allerdings mit einheitlichem Oberteil und Hose. Rote Polkadots. Davon gibt es allerdings kein Bild, nur von der Burda-Version:

Den Schnitt für die Bikinihose habe ich schon öfters verwendet, allerdings eher für Unterwäsche.
Das Heft 12/09 habe ich neulich extra über den Kundenservice bei Burda angefordert. Diese Capes! Traumhaft. Das hat wirklich Nachmachwert, allerdings bezweifle ich, dass ein Cape für mich die richtige Wahl wäre. Ich habe etwas Angst, dass mir eine Jacke ohne Ärmel zu umständlich ist und etwas für feine Anlässe brauche ich nicht, so viele kommen da im Jahr wahrlich nicht zusammen. Besonders gefällt mir neben dem sportlichen Cape das im Ballon-Stil (linke Seite). Das gesamte Teil finde ich wirklich gelungen, auch wenn mir der pinke Duchesse-Stoff zu schickimicki für den Alltag wäre. Aber nichts, was ich nicht anziehen würde, im Gegenteil. Die Kapuze ist ein weiterer Pluspunkt.

Das weiße Pailetten-Kleid stammt aus der easy fashion H/W 2009. Ich hoffe man erkennt den Dreheffekt, das Bild ist nicht das Beste.
Langsam kommen wir der Sache etwas näher. Im aktuellen Heft, 7/11, wird ein Kleid vorgestellt, das gleich zweimal den Balloneffekt aufweist, einmal gerade und einmal gedreht:

Das ist wieder so ein Modell, mit dem ich nicht viel anfangen kann. Ist ganz nett anzusehen in der Modestrecke, aber an und für sich mir persönlich zu viel loser Stoff auf einmal, was an meiner Figur bestimmt nicht gerade vorteilhaft ist, und auch dieses Jerseyband am Oberteil, hm, das ist glaube ich eher was für kleinere Körbchengrößen. Subjektiv gesprochen. Bei dem Modell wäre es auch wieder spannend, Leserkreationen zu sehen.
Aber das Rockteil kommt dem, was ich im Sinn hatte, schon recht nahe.
In der easy fashion F/S 2011 war dann tatsächlich ein so betitelter Ballonrock zu finden:

Sie sehen, dass Sie nichts sehen. Oder so. Die technische Zeichnung finde ich wirklich süß, aber die Durchführung überzeugt mich nicht. Der Rock sieht mir auf dem Foto zu nichtssagend aus, eher wie ein verdrehtes Stoffband. Das hat mich etwas irritiert, also habe ich mich entschieden, den Dreh rauszulassen. Ich hatte sowieso keinen Stoff zu Hand, der so weich gefallen wäre, dass der Effekt des Doppel-Ballon-Kleides da gewesen wäre.
Also habe ich mir ein Rest Baumwolle, ein altes T-Shirt und Gummilitze geschnappt und losgelegt:

Ja, eher unscheinbar, aber das finde ich auch gut, dann kann man ihn auch ausgefallen stylen. Der Bund stammt von einem alten T-Shirt, das Futter auch. An der Seitennaht habe ich noch eine Tasche reingenäht, weil ich mein Handy gerne in der Hosen-/Rocktasche mit mir herumtrage. In der Tasche (also die zum umhängen) merke ich einfach viel zu selten, wenn ich eine Nachricht habe oder mich jemand anruft. (Ja, gut, ist ja nicht so oft der Fall, aber ich bin auch einer der Handy-als-Uhr-Benutzer, da ist eine Hosentasche einfach schneller zu erreichen als in der Tasche suchen zu müssen.)
Ich habe noch Tragebilder geschossen, im ersten und dritten Beispiel kommt der Balloneffekt am besten zum Vorschein, wenn er auch nicht ganz so ballonig aussieht wie in Aktion:

total klasse, den würde ich auch tragen ^-^
Ballon-Röcke fand ich früher grottenhäßlich, irgendwann fand ich sie super. Hatte mir dann auch irgendwann ein Ballon-Kleid gekauft, aber das gefiel mir dann nicht mehr. Jetzt wartet es bei ner Bekannten darauf, zum Rock umgenäht zu werden
Den Bikini finde ich echt zauberhaft! So einen möchte ich auch machen. Leider habe ich das Heft nicht gekauft… Gibt es den Schnitt noch wo anders? Weisst du das? Oder würdest du ihn auch freigeben?
Liebe Grüsse
Stefanie
@Stefanie: Freigeben darf ich ihn aus Rechtsgründen nicht. AUf der Burdastyle-Website kann man ihn aber runterladen. Allerdings find eich den Preis etwas hoch, dafür, dass das Heft 4,irgendwas kostet. Man kann übrigens auch ältere Hefte bestellen, falls du gleich das ganze Paket haben willst.
Ach schade.. Aber das verstehe ich natürlich. Vielen Dank für deine Antwort! Ich schau mir den Preis mal gleich an:-)
Die Hose sieht mega süß aus x3