Retro-Shorts [MeMadeMittwoch]

Mittwoch, 02. Oktober 2013

Die BurdaStyle vom Juli 2013 ruft bei mit gemischte Gefühle hervor: die meisten Sachen finde ich bla, bei den Plus-Schnitten will ich ganz schnell wegrennen, die Lingerie-Sachen sind ganz nett als Schlafsachen, aber hach, ein Vintage-Schnitt. Das ist nicht das erste Mal, dass ich mich in einen Vintage-Schnitt verliebt habe, diesmal waren es Shorts und ein Shirt aus dem Jahre 1965.


Die seitlichen Schlitze vom Original-Schnitt sind zum Glück raus geflogen, dafür finde ich die Aufschläge ganz toll. Da macht es mir auch nichts aus, dass der Schnitt in der Ausgabe gleich dreimal vermarktet wurde.
Ich habe die Shorts in einem festen Baumwollstoff mit Stretchanteil nachgenäht, der nun ja, gelb ist. Ich wollte den Farbton auch schon meiner Kollegin beschreiben, war aber nicht so erfolgreich damit. Kein Sonnen-, kein Kanarien- und kein Senfgelb. Die Shorts habe ich mit dem Arbeitstitel “Herbst-Shorts” versehen, weil sich das Gelb mit meinen vornehm blassen Beinen (all year long) nicht wirklich verträgt. Das war mir aber bewusst und der Plan war von Anfang an, zu den Shorts Strumpfhosen zu tragen. Auf den Bildern ist der Farbton ganz gut getroffen.


Wie man auf den Bildern eigentlich nur anhand meines Halstuches sieht (hallo, Photoshop): ich bin total verschnupft. Dieser Blogeintrag ist das einzig Produktive, das ich heute gemacht habe.
Meiner Meinung nach hätten die Shorts vorne noch um eine Aufschlagbreite kürzer sein können, aber dann wären sie hinten definitiv zu kurz für meinen Geschmack gewesen. Schwamm drüber, so geht’s auch.
Bundfalten sind immer so eine Sache, ich finde ja, dass sie mir nicht wirklich stehen, breite Hüfte und so. Aber meistens wiegt “gefällt mir” bei mir mehr als “steht mir”. Eines allerdings habe ich verbessert: Die Hose sah zuerst furchtbar aus von hinten. Keine Taschen?! Ich habe dann versenkte Leistentaschen eingearbeitet, die von vorne bis hinten Fake sind und nicht mal Taschenbeutel haben, aber wenigstens sieht mein Hintern jetzt nicht mehr so unförmig aus.




Oben sieht man die Fake-Leistentaschen. Die müssen noch etwas schöner ausgebügelt werden, aber das ist nicht so dringend. Fällt wenn dann nur Leuten vom Fach auf.

Schnittmuster: BurdaStyle Magazin 07/2013, Modell 105
Stoff: Gelber festerer Baumwollstoff mit Stretchanteil als Oberstoff, leichter Baumwollstoff als Taschenfutter
Änderungen: Ein bisschen was an den Seiten weggenommen, Schritt vertieft, Beine etwas verlängert, Gürtelschlaufen, Bund und Aufschläge nach eigenem Gusto.
Kosten: Da bin ich diesmal definitiv günstig bei weggekommen. Der Oberstoff war ein Reststoff vom Karstadt, von dem ich nicht mal die Hälfte verbraucht habe, also ca. 4€. Für Taschenbeutel, Unter- und Übertritt habe ich einen kanariengelben Baumwollstoff genommen, als nichts mehr davon da war, musste ein gelb-weiß karierter Baumwollstoff für die Leistentaschen zum Verstürzen herhalten. Beides war ein Geschenk meiner Großcousine (Flohmarktqueen!). Den Reißverschluss hatte ich mal vor Ewigkeiten auf Vorrat gekauft, der ist zwar schwarz, aber who cares, und der Knopf ist aus meiner Knopfkiste, die ich geschenkt bekommen habe. Also alles in allem unter 10€. :)
Trage-Faktor? Diese Shorts werden definitiv getragen! Im Herbst mit gedeckten Farben, im Frühjahr mit meinen bunten Strumpfhosen. :D



Gesamtoutfit (Beitrag zum MeMadeMittwoch):
Shorts: selbstgemacht
Batman-T-Shirt: River Island (Antwerpen)
Weste: Second Hand
Schuhe: Nike Air
Strumpfhose: Uh, gute Frage. Falke?
Halstuch: psst, das ist in Wirklichkeit ein geschenkter Stoffrest!
Anstecker: selbstgemacht

Kategorie: goldenes Handwerk
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