Der Juni und Anfang Juli im Rückblick, oder: alles wird gut
Wieder ist ein Monat rum, wieder hat WordPress eine neue Version herausgebracht, und wieder kann das Wetter es mir nicht recht machen (zu heiß, zu kühl, zu viele weltuntergangmäßige Regengüsse).
Nachdem mein Computer für einige Zeit den Geist aufgegeben hatte, hier nun eine Liste der Dinge, die mich die letzten eineinhalb Monate auf Trab gehalten und glücklich gemacht haben:
# Als Chorbetreuerin bei unserem Stück einspringen und wieder mal Theater backstage erleben. Das hat so zu meinem Wochenplan gehört, dass es erstmal eine kleine Umstellung war, wieder im Publikumsraum zu sitzen.
Außerdem war es ein guter Treffpunkt – als ich gute Neuigkeiten hatte und mich feiern lassen wollte war die “Lounge” hinter der Bühne meine erste Anlaufstelle. (Bonus: zur Feier Getränke spendiert bekommen (Bionade Orange) und anstoßen (auf mich und die Zukunft))
# Freunde bei ihrer Premierenfeier besuchen und Caterer spielen. Immer wieder gern. Ich liebe es neue Rezepte auszuprobieren und bin sehr dankbar über Abnehmer. Harri hat sich über meinen Besuch gefreut, ich habe mich gefreut dass es allen geschmeckt hat und gewisse junge Männer haben sich gefreut, dass die übrig gebliebenen Minipizzen in den WG-Kühlschrank wandern durften.
# Persönliche Freikarten fürs Theater.

Wieder an oben erwähnte junge Männer catern, oder zumindest die Absicht haben, vergessen werden, Plan B austüfteln, Erfolg haben. Spätabends noch die nettesten SMS seit ich ein Handy besitze bekommen und alles ist wieder gut oder sogar noch besser. Unglaublich, was für nette Menschen ich kennen gelernt habe. Da kommen echt Gedanken auf, ob ich mein Menschenbild revidieren sollte. (Wahrscheinlich nicht.)
# in den Theaterwerkstätten arbeiten. Fühlt sich teils sehr vertraut, teils ungewohnt an. Hallo Mittagspause, habe dich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Außerdem habe ich die liebe Ani näher kennen lernen dürfen.
Hatte die unerwartete Erkenntnis, dass ich bei einem ungeregelten Tagesablauf und unter Stress viel mehr aufblühe. Wer hätte das gedacht? Wie gestern jemand so schön gesagt hat: beim Theater lernt man oft mehr über sich selbst als über Theater.
# zum letzten Mal unser Stück ansehen und sich während den Chortexten hinter die Bühne schleichen, um mit den Schauspielern zu quatschen, wie in den guten alten Zeiten, die eigentlich erst ein paar Wochen her sind.
Selbst beim anschließenden Grillen wider allen Erwartungen nicht todtraurig sein dank vielen positiven Worten. Der Juli liegt noch vor uns, und dann die neue Spielzeit, und selbst danach geht es weiter, irgendwie, irgendwo, wie das am Theater so ist.
# so viel Pech an einem Tag haben, dass man nicht weiß, ob einem zum Lachen oder Heulen zumute ist. Und nachts trotzdem mit unglaublich guter Laune ins Bett gehen.

Selbstgemachte Oreos verschenken und Glück zurück bekommen, einfach so, ohne zu fragen. Das Gefühl, nach Hause zu kommen, obwohl man ganz woanders wohnt, und sich gut aufgehoben fühlen und Gespräche, wie man sie eigentlich mit seinen engsten Freunden führt, nicht weil sie so intim oder privat wären, sondern weil verrückte Pläne und ungewöhnliche Theorien sich besser mit Personen besprechen lassen, denen man vertraut.








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