Sonntag
07. August
2011

Bad Romance

Wie versprochen zeige ich jetzt, was aus den Resten des Romantikstoffes entstanden ist. Einer der Gründe, warum ich überhaupt los bin, um Stoff zu kaufen, war eine Bluse aus der Burda Style 6/11. Auf dem Bild ist sie links abgebildet und wirkt recht unspektakulär, auf den Fotos aber hat sie mir total gefallen. Die Idee mit der fortlaufenden Knopfleiste ist simpel, aber fällt genau in das “Ist das ein Nähfehler oder soll das so?”-Schema, das mir so zusagt. Die Schulterpartie finde ich auch ziemlich süß, durch die Raffung wirkt die Bluse nicht so steif und formal. Und Überlänge ist bei mir ja meistens ein Plus.


Bilder via BurdaStyle.de

Nachdem ich das Sommerkleid genäht hatte, war aber nicht mehr genug Stoff übrig. Da ich mir das Blumenmuster aber so gut für diese Bluse vorstellen konnte – schönen einfarbigen Stoff, der nicht halb durchsichtig war, habe ich leider nicht gefunden – habe ich meine Hefte nach etwas durchforstet, was vielleicht weniger Stoff benötigt, sich aber gut abändern lässt. Hängen geblieben bin ich dann bei Modell 106, ein einfacher Shirtschnitt mit kurzen Ärmelchen, die kein extra Schnittteil brauchen. Sehr praktisch, da Ärmel oft mehr Stoff als gedacht einnehmen können.
Also flugs das Teil genäht mit der einzigen Änderung, dass ich das Rückenteil verlängert habe und statt einem geraden einen abgerundeten Saum eingezeichnet habe:

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Der Schnitt gefällt mir auch so schon sehr gut! Ein sehr schnelles Projekt, das wenig Stoff in Anspruch nimmt und doch wirklich was her machen kann. Wie ihr sehen könnt, ist das Teil auf den Bildern noch nicht versäumt und versäubert. Ich trage übrigens meine selbstegenähte Jeansshorts, die aber schon wieder auf meinem To Do-Stapel liegt. Wie die meisten meiner kurzen Hosen ist sie mir mittlerweile viel zu weit.

Der letzte Schritt war dann nicht mehr so aufwendig: in der Mitte auseinander schneiden, Blenden nähen, Knöpfe aussuchen (da habe ich wider Erwarten sogar bei Karstadt welche gefunden, die mir gefallen haben), Knopflöcher nähen.
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Mittwoch
03. August
2011

2 Meter Romantik

Ich glaube, mit Kleidern und Röcken kann ich mich doch anfreunden. So mal zwischendurch als Ausnahme, um den Jeans- und Hosenalltag zu durchbrechen. Und, natürlich, wenn ich mich mal schick machen will (was mit Hosen aber auch ziemlich gut geht).

Es begab sich, dass ich auszog, Stoff zu kaufen, allerdings hatte ich damit ursprünglich etwas Anderes im Sinn. Ich wollte für den Sommerurlaub einen Overall nähen, Jumpsuit werden sie ja auch genannt, allerdings fand ich keinen Stoff, der meinen Vorstellungen was Material, Muster und vor allem Preis betraf entsprach. Online bestellen war mir wegen der Versanddauer zu heikel.
Letztendlich habe ich dann zwei Meter Stoff mitgenommen. Dunkelrosa mit naturfarbenem Blumenmuster drauf. Etwas ungewohnt für mich, aber gut.
Daheim habe ich dann überlegt, was ich aus den zwei Metern rausholen könnte – meine Wahl fiel schließlich auf das altbewährte Muster für ein Sommerkleid, das ich auch schon in Polkadot-Variante genäht habe und gerne anziehe (besonders zu eigenen Theaterpremieren :) ). Luftig und bequem, das kommt auf jeden Fall mit in den Urlaub. Und mit Strumpfhose und Cardigan oder so ist es auch noch im Herbst tragbar.

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Die Farbe täuscht auf dem Bild und ist in Wirklichkeit um einiges dunkler und nicht so quietschrosa. Das tolle an dem Schnittmuster ist auch, dass man erstaunlich wenig Stoff benötigt. Gut, für den Rockteil natürlich ein gutes Stück, aber den kann man ja auch kürzer und nicht so weit machen, da spart man auch.
Ich hatte allerdings kein passendes Garn, also habe ich perlweißes verwendet, was fast identisch mit der Farbe des Blumenmusters ist. Die Knöpfe stammen von einem alten Hemd meines Bruders, das er mir freundlicherweise überlassen hat. :) (Auf dem Bild unten ist die Farbe schon etwas treffender.)
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Ich weiß, meine Zimmertür ist ein ziemlich langweiliger Bildhintergrund, aber verträumte Bilder mit der Sonne im Rücken auf einem einsamen Feld zu machen war mir zu viel Arbeit – Anerkennung denen, die sich diese Mühe machen. Mir wäre das aber auch irgendwie, naja, zu inszeniert und unehrlich vorgekommen. Als würde ich mit so einem Kleid auf einem Acker rumlaufen – wohl eher in Turnschuhen und Sporthose.
Wie ihr sehen könnt habe ich mir einen Fernauslöser für meine Kamera besorgt – super Teil. Erleichtert das Fotos machen wirklich ziemlich in Sachen Fokus und so.

Was ich aus dem restlichen Stoff gemacht habe zeige ich demnächst. Allerdings gibt es zu meinem Ballonkleid auch ein Update – weil die Nähmaschine schon mal warm war habe ich auch gleich das Gummi bei dem Kleid ausgetauscht. Ich habe im Wühlkorb des Stoffladens breiten Gummi entdeckt, den habe ich dafür genommen und tada, das Kleid sitzt viel besser und bequemer. Außerdem habe ich noch schnell einen “Gürtel” selbst gemacht, ich wollte eigentlich silberne oder am liebsten schwarze Schließen, aber es gab nur goldene, damit kann ich auch leben:
Ballonkleid 2.0

Dieser Gummibandgürtel lässt sich natürlich auch zu übergroßen Oberteilen (die ca. 65% meines Kleiderschranks ausmachen) tragen. Dass das Kleid in Wirklichkeit viel mehr nach lila aussieht möchte ich auch noch kurz erwähnen. Nein, ich rede die Sachen nicht schön und lüge euch auch nicht an. ;)

Dienstag
19. Juli
2011

Projekt Ballon

Von der inspirierenden Wirkung, die Burda-Hefte auf mich haben, habe ich ja bereits mehrfach berichtet. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich sechs Hefte (zweimal Burda easy fashion und viermal Burda Style) in meinem Besitz, was auch noch eine Weile so bleiben wird, wenn ich mir die Vorschau auf das August-Heft so angucke. Da ist nichts dabei, was mich begeistern kann oder was ich nicht aus den Schnitten meiner anderen Hefte zusammenschustern könnte.
Überhaupt ist mir aufgefallen, dass sich bestimmte Arten von Schnittmustern und Details wiederholen. Was ja nicht unbedingt schlecht und auch bei so einem langlebigen Magazin wie Burda nachvollziehbar ist und mir die Entscheidung, ob ich ein Heft kaufen soll oder nicht, ziemlich erleichtert.

In meinem Kopf hat sich langsam eine Idee manifestiert, vielleicht, weil sich in den letzten Paar Heften wie gesagt eine bestimmte Art Klamotte immer wiederholte.

Im Juni-Heft (6/11) konnte man dieses Ballonkleid finden, das mir ziemlich gut gefallen hat und ich auch schon nachgenäht habe:

Ich finde es sehr gut, wenn Burda Modelle in mehreren Ausführungen abbildet. Manchmal kann ich mich mit Modellen absolut nicht anfreunden, wenn ich die Fotos im Heft sehe, da mit Stoff und/oder Styling nicht gefallen. Wenn ich dann sehe, was andere Burda-Leser aus den Schnitten machen, bin ich immer wieder überrascht, wie gut das fertige Teil aussieht, und auch eher gewillt, dem Schnitt eine zweite Chance zu geben.
Das Ballonkleid gefällt mir in allen drei Ausführungen – Schnittmuster ist hier immer das gleiche – ziemlich gut, wobei ich das mittlere Kleid für mich als am alltagstauglichsten einstufen würde.
(Am Rande – das Ballonkleid war zusammen mit unter anderem dem Bikini-Schnitt der Grund für den Kauf des Heftes. Den Bikini habe ich auch bereits nachgenäht, allerdings mit einheitlichem Oberteil und Hose. Rote Polkadots. Davon gibt es allerdings kein Bild, nur von der Burda-Version:


Den Schnitt für die Bikinihose habe ich schon öfters verwendet, allerdings eher für Unterwäsche. :tongue: Schöner wandelbarer Basisschnitt, so gefällt mir das.)

Das Heft 12/09 habe ich neulich extra über den Kundenservice bei Burda angefordert. Diese Capes! Traumhaft. Das hat wirklich Nachmachwert, allerdings bezweifle ich, dass ein Cape für mich die richtige Wahl wäre. Ich habe etwas Angst, dass mir eine Jacke ohne Ärmel zu umständlich ist und etwas für feine Anlässe brauche ich nicht, so viele kommen da im Jahr wahrlich nicht zusammen. Besonders gefällt mir neben dem sportlichen Cape das im Ballon-Stil (linke Seite). Das gesamte Teil finde ich wirklich gelungen, auch wenn mir der pinke Duchesse-Stoff zu schickimicki für den Alltag wäre. Aber nichts, was ich nicht anziehen würde, im Gegenteil. Die Kapuze ist ein weiterer Pluspunkt.
Mehr Bilder und noch mehr Text (ja, auch von meiner Kreation) →

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