Dienstag
08. März
2011

100 Jahre Frauentag


 
Danke an alle, die dafür gekämpft haben, dass ich eine Bildung genießen kann. Das Wahlrecht. Die Freiheit, zwischen Klamotten aus der Herrenabteilung und Frauenkleidung wählen zu können, und all die Dinge, die ich hier aus Zeitgründen nicht aufführen möchte.

Danke. Und Cheers.

Geschichtlicher Überblick und Linksammlung auf der Mädchenmannschaft.

Donnerstag
13. Januar
2011

Weil Sprache für mich politisches Mittel ist, bin ich gerne mal übergenau.

Auf Arbeit habe ich manchmal ein Problem. Kein gravierendes, aber dennoch bringt es mich immer wieder zum Grübeln und hat mich auch schon einmal im Satz stocken lassen.
Meine Chefin hat mich gefragt, ob ich etwas über die Zugänge – neu ankommende Patienten und Patientinnen – wüsste. Für die Station zuständig war ein männlicher Angestellter, dessen Auskunft ich weitergeben wollte: “Ja, die kommen alle auf die E4, hat…” Ja, hat wer gesagt? Die “männliche Schwester”? Der Pfleger? Ich nannte also die letzte Variante, fühlte mich dabei aber komisch.

Ich finde die Berufsbezeichnung “(Kranken-)Schwester” an sich bescheuert und veraltet. Letzteres, weil sie bereits durch eine andere Bezeichnung abgelöst wurde, die benutzerfreundlicher und, finde ich, auch fairer den Ausübenden des Berufes gegenüber ist. Bei “Gesundheits- und KrankenpflegerIn” muss man keine umständliche Wortakrobatik vollführen, um Männer nicht sprachlich von dem Beruf auszuschließen. Und die weibliche Form lässt sich ebenfalls leicht bilden, keine der Parteien sollte also benachteiligt sein.
Ich habe für mich ausgemacht, ab jetzt “Pflegerin” statt “Schwester” zu sagen. Immerhin sollen die weiblichen Beschäftigten mit den männlichen auf einer Stufe stehen.

Außerdem habe ich mir lange überlegt, den gender_gap hier auf dem Blog zu benutzen und möchte jetzt, im neuen Jahr, damit anfangen.
Der gender_gap ist eine Weiterentwicklung des Binnen-I, das eingeführt wurde, um nicht nur die männlichen, sondern auch die weiblichen Gruppenangehörigen sichtbar zu machen. PflegerInnen, hieße das dann am konkreten Beispiel.
Der gender_gap hat die Aufgabe, nicht nur die weibliche und die männliche, sondern auch jede andere Geschlechtsidentität sowie die sozialen Geschlechter in der geschriebenen Sprache sichtbar zu machen. Immerhin gibt es Menschen, die sich weder dem einen, noch dem anderen Geschlecht zugehörig fühlen.
Ich persönlich finde den gap nicht sehr schön anzusehen und sehr gewöhnungsbedürftig. Zum ersten Mal habe ich ihn wahrscheinlich im Blog der Mädchenmannschaft entdeckt. Aber, liebe Leser_innen, der Gedanke dahinter hat mich überzeugt. Und schließlich sind wir ja alle Gewöhnungstiere.

Montag
13. Dezember
2010

Früher wurde einem immer gesagt, man solle sich nicht mit Fremden aus dem Internet treffen.

Bei der Mädchenmannschaft stieß ich vor einer Weile auf einen Kommentar, dessen Inhalt kurz darauf auch in einem Artikel vorgestellt wurde.
Saja arbeitet an ihrer Diplomarbeit und suchte dafür Feministen und Feministinnen aus ganz Deutschland, die sich für eine Fotoserie ablichten lassen würden.
Da ich in der Nähe wohne, habe ich mich auch angeboten, und so haben wir uns gestern in Stuttgart getroffen. Das dritte Café, das wir aufgesucht haben, hatte dann auch zwei freie Plätze. ;)
Der Tag hat mir extrem viel Spaß gemacht. Ich liebe es, über Feminismus und Antisexismus zu reden, und am schönsten ist es mit Leuten, die auch in der Materie drin sind, deswegen fand ich es toll, interviewt zu werden und ein bisschen über das Thema zu quatschen. Auch wenn mir die besten Antworten und Beispiele erst eingefallen sind, als ich in den Bus nach Hause gestiegen bin, aber wem ist es nicht schon mal so gegangen.

Das Fotoshooting war auch witzig, ich weiß gar nicht mal wieso ich so viel gelacht habe, es war jedenfalls eine ziemlich lockere Stimmung, ich hoffe die Bilder sind was geworden. Wenn ich die Ergebnisse habe, werde ich sie vielleicht auch hier zeigen oder als Profilbild verwenden.
Ich freue mich schon auf Sajas Ausstellung und wer weiß, vielleicht finden sich ihre Bilder ja irgendwann mal in der ein oder anderen Onlinezeitung. :D

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