Sieben Sachen – KW 13

Sonntag, 01. April 2012

Inspiriert von der Sieben Sachen-Serie von Frau Liebe, aber in eigener Interpretation: sieben Sachen, für die ich letzte Woche meine Hände gebraucht habe. Für wie lange ist unwichtig.


Der Frühjahrsputz geht weiter: geerbten Nähkrimskrams sortiert.


Stoffkisten ausgemistet (kleine Auswahl).


Endlich mal wieder ein Buch fertig gelesen und neue Lektüre aufgeschlagen (danke Diana fürs Ausleihen!).


Geerbte Röcke gekürzt und enger gemacht – zum Glück liegt Plissee im Trend.


Die neue Burda easy fashion durchgeblättert und für sehr gut befunden.


Osterdeko für Grußkarten fotografiert.


Von der easy fashion beschwingt und inspiriert meine neuen Wasserfarben und Zeichenblock ausprobiert. Mit staubigem Pinsel wird das Ergebnis natürlich besonders sauber.

Heinke-Beweihräucherung

Dienstag, 20. März 2012

Nachdem der Sonntag hier eher verregnet war, ist heute wieder die Sonne rausgekommen – den Waldspaziergang mit dem Hund habe ich heute im T-Shirt gemacht. Ich hoffe, die milden Temperaturen bleiben und wirken sich positiv auf mein Gemüt aus, das nach dem eisigen Winter und ständigen Wetterumschwüngen ganz schön gebeutelt ist.
Ein bisschen schade allerdings finde ich schon, dass es mittlerweile zu warm ist, um meine neuen Warmhalter tatsächlich auch in Kombination tragen zu können. :D

Dieser Blogeintrag soll sich um eine superliebe Person und ihre Kreationen drehen – Heinke! Sie hat mir am Montag meine Mütze überreicht. Ich kenne Heinke jetzt schon eine ganze Weile und schätze sie sehr – man kann sie einfach nur mögen. (Und juhu, ich kann mich wunderbar über Feminismus und andere ernste Themen mit ihr unterhalten!) In ihrem Store verkauft sie selbstgehäkelte und -genähte Mützen und Schals und ich freue mich riesig, dass ihre Mützen mittlerweile auch schon in Funk und Fernsehen auftauchen, was sie auch auf ihrer News-Seite dokumentiert.

Ich habe mir von Heinke eine grüne Häkelmütze ohne Schnickschnack gewünscht und sie hat genau das gehäkelt, was ich haben wollte. Da die Mütze etwas gröber gehäkelt ist, ist sie auch schön luftig und so konnte ich sie doch schon probetragen ohne in Hitzewallungen auszubrechen.



Meinen Loopschal habe ich allerdings schon etwas länger, den konnte ich schon in der Kälte tragen. Die Wolle ist so superweich, dass ich mich auf dem Weg von und zur Bahn immer schön in den Schal kuscheln konnte, Musik in die Ohren und den Gedanken nachhängen. Ich freue mich richtig drauf, die Teile zusammen zu tragen, aber jetzt ist erst mal Frühling angesagt!


Dieser Blogpost ist nicht gesponsert, ich habe die Sachen selbst von Heinke erworben, meine Meinungen sind auch nicht erkauft, keiner wurde bestochen, bei uns geht alles mit rechten Dingen zu. ;)

How would you cope if the world decided to make you suffer for all that you were?

Dienstag, 22. November 2011

Als ich vor einigen Jahren die ersten Gehversuche mit der Nähmaschine unternommen habe, habe ich mir gerne Inspiration von einer Livejournal-Community geholt. Ich weiß gar nicht mehr, wie sie heißt, weil ich auch schon lange nicht mehr dort vorbei schaue. Es ging eher um die Weiterverarbeitung oder das Aufpeppen von bereits vorhandenen Kleiderstücken als um die Selbsterstellung von Klamotten und hatte viele dankbare Projekte für Anfänger zu bieten.
Im Kopf geblieben ist mir allerdings Lex mit ihrem Label Smarmy Clothes. Ich habe schon damals ihre Farb- und Musterzusammenstellung und die Weiterverarbeitung von Band-T-Shirts bewundert (sie betreibt übrigens auch eine Tutorialseite).
Jahre später bin ich dann auf eine Kollektion von Maya Hansen gestoßen, ich weiß gar nicht mehr ob der Link in Zusammenhang mit Smarmy Clothes genannt wurde oder ob ich selbst beides in Verbindung gebracht habe. Jedenfalls finde ich die Kombi Korsett bzw. Korsagenoberteil plus Bandshirt verdammt cool. Damals habe ich auch schon erste stümperhafte Versuche in diese Richtung unternommen, bin aber am Jersey der Shirts verzweifelt. Viel hat sich da auch nicht geändert. Heute weiß ich zwar mehr, aber gewisse Dämonen fordere ich nur ungern heraus.

Vor ein paar Wochen habe ich das Projekt Korsage dann aber in Angriff genommen. Den Anstoß dazu hat wahrscheinlich die Korsage gedient, die ich auf dem Flohmarkt gefunden habe, ganz schlicht in schwarz, sieht eher aus wie ein trägerloses Top als eine Korsage. Das Tragegefühl war so überraschend angenehm, dass alle Zweifel beseitigt waren. Ich habe das Gefühl, dass meinem Rücken die gerade Haltung, die man durch die Stützstäbchen hat, total gut tut; ich habe mich auch nicht wie befürchtet eingeengt gefühlt und Luft holen war auch kein Problem.
Also: let’s do it. Da man angenehmer Weise eher wenig Stoff benötigt, habe ich geguckt, was meine Reste so hergeben und mich dann – unüblich bei mir, aber super hilfreich! – an die Skizzen gesetzt:

Ein Unterbrustkorsett ohne Schnürung sollte es werden (also die Skizzen links), Farbschema schwarz/rot. Nächster Schritt: Zuschneiden und Materialien zusammensuchen.

Zuerst habe ich ein Probeteil aus festem Baumwollstoff genäht. Den habe ich von meiner Großcousine, die ihn von der Schwiegermutter bekommen hat, falls ich das richtig im Kopf habe. Probeteil hat nach ein paar Änderungen gepasst und wurde wieder auseinander genommen, um den Oberstoff damit zu verstärken. Das funktioniert super! Der Oberstoff ist ein ziegelroter Satin, von dem man nicht richtig sagen kann ob er rot oder orange ist, teils mit Polkadot-Tüll überzogen (ich dachte ich brauche diese Reste niemals auf, und tada! Eines Besseren belehrt.), als Futter schwarzen Futterstoff und zum Schließen Reste des Haken-und-Ösen-Bandes, das ich auch schon jahrelang besitze und nicht angerührt habe. Bei manchen Dingen warte ich eben gerne auf das Projekt, vor allem, wenn sie so teuer sind wie das Band…
Nicht abgebildet sind Korsettstäbchen, Satin-Schrägband und Satinband, mit dem ich die Nähte verdeckt habe.
Viele Arbeitsstunden später sieht das Ergebnis so aus:

Ich bin verdammt stolz. Gut, am Futter hab ich übel geschlampt, aber hey, ich wollte fertig werden und irgendwann ist dann auch meine Geduld zu Ende. Aber mit dem Rest bin ich erstaunlich zufrieden. Ich hatte weit weniger Probleme und Nervenzusammenbrüche als erwartet, dafür, dass das Ergebnis so überzeugend geworden ist. Wahrscheinlich, weil ich im Voraus geplant und ein Probestück gemacht habe. Es passt auch super, ist an ein paar Stellen vielleicht einen Hauch zu groß, aber das macht nichts. Vielleicht ist es auch eher eine Korsage als ein Korsett, so stark formt es meinen Körper nämlich nicht.
Der Soundtrack (und Namengeber) für dieses Teil war Girls like you von The Naked and Famous: don’t you know people write songs about girls like you?

Das Outfit werde ich übrigens an der nächsten Premiere anziehen, ich freue mich enorm. Diese Premiere wird mein vorgezogenes Weihnachten. Nein, besser, aus Weihnachten mache ich mir nicht viel.

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