Inspiriert von der Sieben Sachen-Serie von Frau Liebe, aber in eigener Interpretation: sieben Sachen, für die ich letzte Woche meine Hände gebraucht habe. Für wie lange ist unwichtig.

Heinke bisschen unter die Arme gegriffen. Die zwei Pakete müssten mittlerweile in Baku eingetroffen sein.

Im Dunkeln Notizen gemacht. Donnerstag war die erste Theaterprobe, bei der ich dabei sein konnte, und ich habe jede Sekunde davon geliebt. Besonders weil ich in die Regie mit rein quatschen darf.

Geriffelte Rundstäbe aus dem Baumarkt geholt und zugesägt. Sah bestimmt auch ganz witzig aus, als ich die auf dem Fahrrad transportiert habe.

Zuschnitte schwarz lackiert.

Die Rundstäbe an Masken geklebt.

Ergebnis ausprobiert und für gut befunden. (Die Masken müssen im Stück hinter Stellwänden hervorkommen – die Stäbe sind dafür da, dass die Schauspieler sich nicht die Arme verrenken müssen.)

Für meine Theater-Truppe ein Kostüm fertig geändert. Naja, eigentlich zwei, aber abgebildet ist hier nur die “Nachtschlumpe”, wie das Kleid in Wedekinds Text genannt wird.
Inspiriert von der Sieben Sachen-Serie von Frau Liebe, aber in eigener Interpretation: sieben Sachen, für die ich letzte Woche meine Hände gebraucht habe. Für wie lange ist unwichtig.

Schöne Orte aus einer Landkarte ausgeschnibbelt.

Landkartenteile mit Leim aufgeklebt. Um was es sich für eine Stadt handelt, könnt ihr vielleicht schon erraten. Zu dem Projekt schreibe ich im Laufe der Woche mehr.

Erdbeeren mit Joghurt gelöffelt. Ich muss zugeben, dass es sich nicht um Erdbeerjoghurt handelt. Das Mischverhältnis war eine Schüssel Erdbeeren zu drei Teelöffeln Joghurt.

Ärmel eingesetzt.
Nicht, dass das an sich schon eine Herausforderung ist, nein, entweder habe ich oder die Burda Mist gebaut. Die Zwicke waren total falsch gesetzt. Entweder habe ich beim Zuschnitt die Teile nicht auf der linken Seite zugeschnitten oder da ist wirklich was bei der Schnittmustererstellung schief gelaufen.

In den alten Kochbüchern meiner Oma geblättert. “Tunke” – cook it like it’s 1955.

Zum Grillen Pizzabrot (nach diesem Schafskäsekranz-Rezept) mit Frischkäse-Paprika-Mais- und Frischkäse-Bärlauch-Füllung gebacken. Wie immer habe ich es mit der Füllung leicht übertrieben…

Das neueste Farbexperiment zum Trocknen in die Sonne gehängt.

Kaum, dass ich meine Stoffkisten von ungewollten und nicht verwendeten Resten getilgt habe, liefere ich gleich Nachschub… Aber man mistet schließlich aus, um sich von Altlasten zu befreien und Platz für Neues zu machen, oder?
Am Montag habe ich also eine große Tüte Stoff durch die Stadt nach Hause geschleppt (und vorher auch noch einen Abstecher in die Theater-Werkstätten gemacht und meinen Theaterkarten-Vorrat für diesen Monat gesichert). Vor allem habe ich ja diesmal an den Reste-Wühltischen zugeschlagen, da ist das Glück bei meinen letzten Besuchen wirklich auf meiner Seite gewesen.
Zum Beispiel der blaue Stoff auf dem oberen Bild. Ich hatte schon Ende letzten Jahres den Plan, einen Bikini oder Badeanzug zu nähen, allerdings sind solche Elastik-Stoffe nicht gerade ein Schnäppchen. Den 1,20m-Rest habe ich für zehn Euro erstanden und bin super zufrieden, weil ich ursprünglich auch blau als Farbe geplant hatte. Zwar dunkler, marineblau, aber das helle Blau finde ich auch schön. Ich habe hier auch noch Synthetik-Textilfarbe in dunkelblau, die Option den Stoff (teilweise?) zu färben besteht also auch noch.
Ich habe da übrigens an ein High Waist-Retro-Modell gedacht, die Schnittmuster dazu habe ich auch parat:

Bildquelle: Burdastyle.de
So oder so ähnlich, bei dem Oberteil bin ich mir jetzt schon sicher, dass mir das in Elastik zu viel Tamtam sein wird. Meine Nähmaschine stellt sich schon bei Jersey ungeschickt an. (Passenderweise habe ich mir vorgenommen, mir T-Shirts für den Sommer zu nähen. Natürlich aus Jersey. Das wird was. Der weiße Jersey mit dem Hippo-Print ganz oben auf dem Stapel war auch ein Rest.)

Der Stoff mit den Streifen ist super anschmiegsam und erinnert mich auch wegen dem Muster an ein Pali-Tuch. Würde mich nicht wundern, wenn das nahezu reine Baumwolle oder Leinen wäre. Würde sich ziemlich gut als Nachthemd oder so machen. Oder sieht der zu sehr nach Gefangenenkleidung aus?
Der grün-schwarz karierte Stoff ist eindeutig ein Kunstfasergemisch, fühlt sich aber nicht so schrecklich nach Plastik an, dass ich ihn nicht als Kleidungsstück tragen würde.
Da beide Stoffe zwischen zwei und drei Meter lang sind, würden da ja sogar eventuell mehrere Projekte bei rausspringen.

Für einen Schnäppchenpreis habe ich diese 1,20m Kunstleder erstanden. Ziemlich am Rand ist ein kleiner Fehler, der aber nicht ins Gewicht fällt. Beim Zuschnitt kann ich den ganz gut umgehen.
Das Kunstleder ist wunderbar weich und griffig und fällt toll. Ich habe erst gesehen, dass es Kunstleder ist, als ich die Rückseite betrachtet habe. Ich freu mich darauf, das zu verarbeiten! Ich bin mir nur unsicher, ob ich eine Shorts oder einen Rock daraus machen soll:


Bildquelle: Burdastyle.de
Beide Modelle sind aus der neuen easy fashion F/S 12, die habe ich jetzt schon ins Herz geschlossen. Die Shorts hat das Burda-Team auch einmal aus Leder gearbeitet, wobei mir der Muschelsaum zu verspielt ist. Allerdings würden 1,20m mit Glück und Zuschnitt-Geschick auch eine lange Hose hergeben (ich habe nicht sehr lange Beine) – ich bin unentschlossen. Das Kunstleder bleibt erst mal eine Weile in der Kiste, da will ich nichts Hals über Kopf machen. Was meint ihr?

Dieser Picknickdecken-Feeling-Stoff war Meterware und ist bereits verarbeitet – leider hat es am Dienstag angefangen zu regnen und für ein Kleid aus diesem Stoff braucht man Frühlingswetter. Fotos werden gemacht sobald die Sonne wieder raus kommt!
Und der türkis-weiß-orange-gelbe Stoff ist auch schon zugeschnitten. Der ist so schön sommerlich farbenfroh. Mehr über das Projekt demnächst!
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