Restless Heart Syndrome

Upcycling: Plastiktüten

Ich bin jemand, der gerne schöne Sachen aufhebt. Dass ich trotzdem nicht viel Kruscht rumstehen habe liegt wohl daran, dass ich unterscheide zwischen “Dinge, die sich upcyclen lassen” und “Sachen, die ich wahrscheinlich nie wieder anrühre und total vergesse dass ich sie jemals besessen habe”. Letztere werden nicht aufgehoben.
Erstere hingegen sind toll. Zum Beispiel die Plastiktüten vom Comicshop. Normalerweise verzichte ich auf Plastiktüten weil ich sowieso eine Umhängetasche dabei habe, in die in der Regel alles reinpasst; oft habe ich auch eine Stofftüte mit die ärzte-ä drauf dabei, wenn ich weiß, dass ich einen größeren Einkauf tätigen muss. Aber zu Batman-, Peanuts- und anderen bunten Motiv-Tüten sag ich nicht nein.

Vielleicht fragt ihr euch jetzt was man bitte mit Plastiktüten machen kann ohne sie als, nunja, Tüten zu benutzen. Meine Antwort: viel!



Plastiktüten kann man nämlich ganz einfach verschmelzen und alle möglichen Sachen draus nähen, kleben, ich kann mir auch vorstellen dass sie sich gut für ein Buchcover oder eine Karte verwenden lassen.
Den Reißverschluss für mein neues Mäppchen habe ich aus einer alten Tasche, die ich danach weggeschmissen habe, ausgeschnitten. Der Futterstoff war ein Reststück aus meiner Stoffkiste.
Das Gute ist, dass das Plastik wasserabweisend ist, ein neuer Kulturbeutel ist auch schon in Planung, das Material ist dafür ja perfekt.
Alles was ihr braucht sind Backpapier, Plastiktüten und ein Bügeleisen. »


veröffentlicht am 31. Juli 2010, 12:38 Uhr von Jenny | 1 Kommentar »
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Der Tag, an dem ich alle meine Schulaufschriebe weggeschmissen habe.

Denn jetzt hab ich mein Abi. Heute waren mündliche Prüfungen, von denen ich schon im letzten Post geschrieben habe. Ich bin sehr zufrieden. :hihi:
Am Donnerstag ist Zeugnisvergabe, wofür ich eigens ein Kleid gemacht habe:


veröffentlicht am 28. Juni 2010, 21:42 Uhr von Jenny | 6 Kommentare »
Kategorien: goldenes Handwerk, soundso | Tags: , ,

74 Seiten Stress

Am Mittwoch war Abgabetermin für mein Portfolio – zum Glück, länger hätte ich den Stress kaum ausgehalten. Morgens in der Hektik vorm Losgehen noch schnell bildlich festgehalten, daher ist die Qualität der Bilder auch schlecht und ich hab keine Ahnung, was dieser dunkle Fleck da zu suchen hat, auf der Linse oder so findet sich nämlich nix. Hrmpf. x_x
Mein Portfolio zum Thema “Liebeslyrik” beinhaltet:
- das Cover (logisch, oder?)

- einen Cover Letter zum Thema Liebeslyrik, was so viel wie eine Einleitung mit persönlicher Stellungnahme etc. sein soll, da sind wir alle irgendwie dran verzweifelt

- ein Mind Map zum Thema “Liebe in der Lyrik verschiedener Epochen”

- einen Gedichtsvergleich, was wohl das Herzstück des Portfolios sein sollte. Ich habe “Bewegungslos” von Farin Urlaub mit “Ach Liebste lass uns eilen” von Martin Opitz verglichen (man durfte auch einen Songtext mit einem Gedicht vergleichen). Wir sollten, wenn möglich, zu jedem Teil eine Stoffsammlung, sprich Notizen, verworfene Entwürfe, Gedanken und Erklärungen zur Herangehensweise und zum Schaffensprozess beilegen. Mein Notizblatt für die Interpretation zu “Bewegungslos”:

- eine Autorenbiographie über Emily Dickinson
- ein repräsentatives Gedicht von E. Dickinson: “If you were coming in the fall”
- eine typographische Umsetzung von Liebeslyrik in Form eines typography portraits, zusammengesetzt aus Liebesliedern von Green Day:

- eine fotografische Umsetzung von Liebeslyrik anhand des Songs “Jenny was a friend of mine” von The Killers. Den Songtext hab ich ausgedruckt, in Streifen geschnitten und auf die Bilder geklebt.



außerdem habe ich noch ein paar “Outtakes” hinzugefügt:

- Quellenangaben

und das alles auf 74 Seiten. Jap. Das Binden war noch mal extra stressig. :noo: Am gleichen Tag haben wir übrigens Englisch geschrieben und am nächsten Sporttheorie. Seeeehr unentspannte Woche.
 
Das einzige, was ich sonst gemacht habe, ist Bass spielen ( :heart: :heart: :heart: ) und ein neues Mäppchen für Martin nähen. Sein altes – das er bei mir selbst genäht hat, sogar mit eingesticktem ‘M’! – ist im wahrsten Sinne des Wortes aus allen Nähten geplatzt und hatte nur noch Löcher.
Sein neues ist aus einem alten grauen Hoodie von ihm, den er mir mal gegeben hat zum weiter verarbeiten, innen blau und mit draufgesticktem Affen und Initialien vorne. Und mit subtilem Grunge, ganz wichtig.
“Könntest du sogar auf links drehen und so auch benutzen.” – “Do isch aber koi Äffle drauf.”
Schön gesagt, haha, und dabei ist Martin gar kein Schwabe. :D


veröffentlicht am 19. Dezember 2009, 16:11 Uhr von Jenny | 9 Kommentare »
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