In der Wohnung meiner Großeltern hing seit ich mich erinnern kann im zweiten Wohnzimmer ein kleines Regal aus sehr dunklem Holz. Es hing hinter der Tür und beherbergte allerlei Sammelfigürchen aus Zinn. Ich erinnere mich an einen Fingerhut, ein Bügeleisen und ein altmodisches Telefon. Als Kind habe ich mich oft gefragt, was der Sinn dieser Figuren war und ob sie eine Geschichte erzählen; ich habe wohl nicht ganz kapiert, dass sie einfach nur Nippes waren.

Das Regal ist schließlich in meinen Besitz übergegangen. Je älter ich wurde, desto charmanter fand ich die unperfekte Verarbeitung und die Aufteilung der Fächer. Die Größe finde ich auch praktisch – ich habe meinen Objektivdeckel mit ins Bild geschmuggelt für den Größenvergleich. Ich dachte erst, mein Opa hätte es vielleicht selbst gemacht, aber auf der Rückseite ist ein Aufkleber, auf dem “made in spain” steht.
Für mein Zimmer war das Teil mir aber zu dunkel. Also bin ich zum Baumarkt gefahren und habe mir Sprühfarbe besorgt. Elfenbein und Gold. Ich wollte gerne ein sehr helles Regal, die goldene Farbe war eine Eingebung. Türkis hätte ich mir auch gut vorstellen können, aber das gab es nicht.
Mittlerweile sieht es so aus, für das Foto mit allerlei Krimskrams gefüllt, weil ich noch nicht ganz entschieden habe, was seinen Platz darin finden wird (Nähutensilien? Nagellacke?):
Bei mir hängt das Regal auch hinter der Tür, neben meinem Spiegel.
Die Idee mit dem Schlüsselhaken kam mir spontan im Baumarkt. Den Haken habe ich mit Powerstrips angeklebt. Ich mag die Optik, ich assoziiere das mit alten römischen Hotels, in denen alle Schlüssel an einem Schlüsselbrett hinter dem Empfangstresen hängen.
In zwei der Abteilungen habe ich mit Kleister Teile von einer Landkarte aus Rom geklebt. Vielleicht werde ich die auch noch ein bisschen auf antik trimmen, aber vorerst bin ich zufrieden.


Inspiriert von der Sieben Sachen-Serie von Frau Liebe, aber in eigener Interpretation: sieben Sachen, für die ich letzte Woche meine Hände gebraucht habe. Für wie lange ist unwichtig.

Schöne Orte aus einer Landkarte ausgeschnibbelt.

Landkartenteile mit Leim aufgeklebt. Um was es sich für eine Stadt handelt, könnt ihr vielleicht schon erraten. Zu dem Projekt schreibe ich im Laufe der Woche mehr.

Erdbeeren mit Joghurt gelöffelt. Ich muss zugeben, dass es sich nicht um Erdbeerjoghurt handelt. Das Mischverhältnis war eine Schüssel Erdbeeren zu drei Teelöffeln Joghurt.

Ärmel eingesetzt.
Nicht, dass das an sich schon eine Herausforderung ist, nein, entweder habe ich oder die Burda Mist gebaut. Die Zwicke waren total falsch gesetzt. Entweder habe ich beim Zuschnitt die Teile nicht auf der linken Seite zugeschnitten oder da ist wirklich was bei der Schnittmustererstellung schief gelaufen.

In den alten Kochbüchern meiner Oma geblättert. “Tunke” – cook it like it’s 1955.

Zum Grillen Pizzabrot (nach diesem Schafskäsekranz-Rezept) mit Frischkäse-Paprika-Mais- und Frischkäse-Bärlauch-Füllung gebacken. Wie immer habe ich es mit der Füllung leicht übertrieben…

Das neueste Farbexperiment zum Trocknen in die Sonne gehängt.
Da rafft man sich morgens auf, aufzustehen, weil man eine Fahrstunde hat, und kaum dass man die Zähne geputzt hat, klingelt das Telefon. “Hallo Große, der Olli hier…” Fahrschulauto kaputt, also keine Fahrstunde.
Merke: Bei Olli melden (weil er mich nicht angerufen hat obwohl ers versprochen hat). Und noch bei jemand anders.
Am Samstag war ich einkaufen. Unter anderem die aktuelle GEO Epoche. Die sind zwar teuer, aber verdammt nochmal ihr Geld wert. Ich liebe Geschichte, ich liebe Kunst, ich liebe es neue Dinge zu lernen und ich liebe es besonders wenn sich diese Dinge mit dem Lehrplan decken und ich Inspiration für mein Deutsch-Portfolio bekomme.
Das 170 Seiten-Heft dreht sich nämlich um die Deutsche Romantik. Das klingt vielleicht ein bisschen langweilig, aber da stecken so viele Themen drin, über Kunst und Kampf (wirklich! “Kampf um Berlin”) und Kultur und Politik und wichtige Persönlichkeiten… Ich glaube, ich hebe mir das Heft für Ungarn auf, dann kann ich das am See lesen. Und danach leihe ich es aus. Am liebsten hätte ich die GEOkompakt über Naturgewalten auch mitgenommen, ach, mich interessiert einfach so viel, das würde mein Taschengeld echt übersteigen. (Und verdammt, die nächste GEO Epoche hat Stalin zum Thema! Wie soll ich die bitte liegen lassen??)
Mein cute monstr-Paket ist angekommen! Nochmals vielen Dank.
Einen der Ahoi-Aufkleber hab ich schon auf meine Nähmaschine geklebt. A propos, gestern war ich echt fleißig am Nähen. Jetzt hab ich ein neues Kleid, Bilder gibt’s, wenn es wirklich-wirklich fertig ist und ich es schon mal in der Öffentlichkeit getragen habe. Ich bin ja schwer für Irish Pub, auch wenn ich da noch ein paar Wochen warten muss. Urlaub und so.
Nebenher hab ich ein paar Klamotten verunziert (was für ein tolles Wort) und ein neues Bastelmesser bestellt, mein altes war schon total stumpf vom Schablonen schneiden. Wenn ich aus dem Urlaub wieder da bin poste ich mal alle Sachen, die ich in letzter genäht oder – hauptsächlich für Freunde – bemalt habe und noch nicht hier gezeigt habe. Naja, sobald ich Lauras T-Shirt fertig habe.
Das ist echt nicht leicht.
Letztendlich ist die Polaroid Land Camera Supercolor 1000, die mal meinem Opa gehört hat, in meinen Besitz übergegangen. Nachdem mein Bruder sie jahrelang gebunkert hat. Leider haben wir keine Filme dafür. Aber die sieht auch gut aus wenn man die sich einfach nur als Accessoire um den Hals hängt. Nicht, dass ich sowas machen würde. Oder etwa doch nicht?
Und weil Sonntag immer noch der mieseste Tag der Woche ist, hab ich mal ein paar Bilder von Berlin und Rom rausgesucht, um euch die Zeit ein wenig angenehmer zu gestalten. Viel Spaß!
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