Das Abi in Baden-Württemberg ist so gut wie rum; Freitag war mein letzter Schultag. Ich freue mich nicht, bin aber auch nicht traurig. Es ist so eine egal-Stimmung, ich bin gern zu Schule gegangen, alles in allem, weil ich gerne Dinge dazulerne. Vielleicht nicht mathematische, vielleicht nicht physikalische, aber es gab viele Fächer, die ich gerne hatte, mal nur so die Fächer für sich betrachtet. Es gibt ja auch Lehrer, die einem das Lieblingsfach versauen können.
Andererseits bin ich unglaublich froh, bestimmte Leute in den nächsten Jahren nicht wieder sehen zu müssen. Die beiden Aspekte neutralisieren sich anscheinend, anders kann ich mir nicht erklären, warum es mir relativ egal ist.
Gestern mussten wir um acht Uhr in der Schule erscheinen, um unsere Abiturnoten und Themen der mündlichen Prüfung entgegen zu nehmen. Ich hab mich darauf eingestellt, länger warten zu müssen, ich bin mit W am Ende der alphabetisch geordneten Klassenliste. Um neun Uhr sollte die nächste Klasse dran sein, tja, da standen wir auch noch dran und haben gewartet.
Nach zwei Stunden war es dann so weit und nach zwei Minuten in dem Besprechungszimmer war ich schon wieder draußen. Ist ja schön wenn man sich für Leute Zeit nimmt, aber es ist auch nicht gerade fair, wie ich finde, Leute zwei Stunden warten zu lassen und sie nach vier gewechselten Sätzen wieder zu entlassen. Die Klasse, die nach uns dran war, hat ja auch komplett eine Stunde warten müssen, bevor sie überhaupt anfangen konnte.
Aber okay, das Schulgelände wurde schnellstmöglich verlassen und die Staatsbibliothek Stuttgart angestrebt. Wir haben das Ordnungssystem nicht wirklich durchschauen können und die Bücher, die wir gesucht haben, waren teilweise irgendwo verschollen, aber nach einigem Aufregen hab ich schließlich doch was zum Thema Kunst in der Weimarer Republik ausleihen können (dank dem Büchereiausweis von Carolas Schwester).
Jetzt wisst ihr, was ich die nächste Woche lang mache, nächsten Montag ist Prüfung.
Ich hab mich seeehr gefreut, dass alle meine Freunde beim fachpraktischen Abitur in Musik letzte Woche so gut abgeschnitten haben. Diese Woche waren wir, der Kunstleistungskurs, dran. 6 Schulstunden malen hört sich vielleicht anspruchslos an, aber hey, selbst ich war danach recht k.o., und ich hab mich weder vorbereitet (pfff, wie auch?) noch war ich aufgeregt oder so – war kein großer Deal für mich. Aber 6 Stunden im Stehen malen (wegen Staffelei und so) geht schon in die Beine und den Rücken.
Heute war ich den ganzen Tag unterwegs, zuerst in der Schule und dann hatte mein Bioleistungskurs ein Praktikum in einem Labor, das den ganzen Nachmittag gedauert hat.
Morgen schreiben wir eine sechsstündige Deutscharbeit und nächste Woche Mathe und Englisch. Auch wenn Mathe die einzige Arbeit ist, auf die ich lernen muss, hab ich irgendwie für nix Anderes mehr Zeit außer Schule.
Also, wie bereits hundertmal gesagt, nicht wundern, wenn sich hier wenig tut.
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